Die Welt ist zugrunde gegangen, die natürliche Landschaft zu einer menschenleeren Ödnis geworden. Einförmigkeit bestimmt den Alltag der beiden Männer Hamm (André Jung) und Clov (Ulrich Kuhlmann), die in einem kleinen Unterschlupf festsitzen und dem Zufluchtsort genauso wenig entkommen können wie einander. Hass und Abscheu, die durch den Dünger ihrer gegenseitigen Abhängigkeit zu wuchern beginnen, führen zu einem fortwährenden Schlagabtausch, den beide nur verlieren können. Die erdrückende Atmosphäre von Samuel Becketts Klassiker „Endspiel“ vermag die Inszenierung im TNL wunderbar wiederzugeben, nicht zuletzt wegen der überzeugenden Darstellungskunst der beiden Schauspieler.
Regisseur Michelangelo Antonioni: Der Weg in die filmische Moderne
Michelangelo Antonioni ist ein Name, der für den Film ebenso wichtig ist wie Marguerite Duras für die Literatur oder Giorgio de Chirico für die Malerei. Zweifelsohne gilt der italienische Regisseur als einer der bedeutendsten Modernisierer*innen des Kinos in Europa nach 1950. Sein Werk prägt die internationale Filmgeschichte. Die Bedeutung von...


