Im Südsudan droht ein Desaster

von | 04.09.2025

Kaum jemand spricht über die Situation im Sudan, laut UN die derzeit „schlimmste humanitäre Krise der Welt“ („Bürgerkrieg im Sudan“, woxx 1851). Da ist es nicht verwunderlich, wenn ebenfalls unbemerkt bleibt, wie sich im benachbarten Südsudan wieder etwas zusammenbraut. 2011 hatte sich das Land vom Sudan abgelöst und gilt als der weltweit jüngste Nationalstaat, dessen Souveränität allgemein anerkannt wird. Problemlos ging das nicht vonstatten: Das Land glitt in einen Bürgerkrieg, der Hunderttausende das Leben kostete und erst im Jahr 2018 durch ein Friedensabkommen eingedämmt werden konnte. Diese Woche nun schlug der Think Tank „International Crisis Group“ (ICC) Alarm. Im Gerangel um einen Nachfolger für den altersschwachen Präsidenten Salva Kiir drohen erneut bewaffnete Konflikte, insbesondere weil Kiir mit Benjamin Bol Mel seinen politisch unerfahrenen langjährigen Geschäftspartner gegen alle anderen potenziellen Kandidaten durchdrücken will. Dazu ließ er unter anderem seinen ersten Vizepräsidenten und langjährigen Rivalen Riek Machar verhaften, woraufhin es erste Scharmützel zwischen Regierungstruppen und Anhängern Machars gab. Es braut sich ein Desaster zusammen, das der aktuellen Entwicklung im Sudan nicht unähnlich ist. Die ICC hofft, dass sich afrikanische Staaten wie Uganda finden, die ihren historischen Einfluss in dem Land nutzen, um doch noch eine friedliche Machtübergabe zu ermöglichen.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

EU-Petition für besseres Lebensmittelsystem

Noch bis Anfang des nächsten Jahres läuft eine europäische Bürger*inneninitiative, die „gutes Essen für alle“ fordert. Laut den Initiator*innen hat ein Fünftel der Bevölkerung der Europäischen Union keinen Zugang zu angemessenen Lebensmitteln. Die aktuellen industriellen Lebensmittelsysteme verschärften nicht nur die Ernährungsunsicherheit,...

NEWS

Colonies de vacances : accessibles mais vigilantes

Les colonies de vacances restent populaires au Luxembourg. Les séjours du Service national de la jeunesse (SNJ) et de l’association Groupe Animateurs devraient comptabiliser environ 1.300 participations en 2026, soit un niveau comparable à 2025 (1.300) et 2024 (1.242). Pour les familles à revenus modestes, une réduction de 50 % sur les frais...

NEWS

Le travail donne-t-il envie de mourir ?

En 2025, une personne sur quinze travaillant dans le privé ou la fonction publique a eu des idées suicidaires, selon une étude publiée par la Chambre des salariés (CSL), en août. Cela représente 6,6 % des sondé·es, soit trois fois plus qu’en 2014, année où la CSL a établi son premier Quality of Work Index, dont sont issues ces données. Elles...