Am 11. Dezember 2025 veröffentlichte der EU-Rechnungshof einen Bericht über die Effizienz der strategischen „Life“-Projekte der Europäischen Union. Das Programm unter dem Namen „L’instrument financier pour l’environnement“ (Life) besteht seit 1992. Die strategischen Projekte wurden 2021 eingeführt und sollen dabei helfen, die Lücke zwischen Klima- und Umweltstrategien und deren Umsetzung zu füllen. Zwischen 2014 und 2020 wurden so 701 Millionen Euro für 70 dieser strategischen Projekte ausgegeben, seit 2021 waren es 436 Millionen. Insgesamt sorgten diese Projekte für Kontinuität bei Umweltschutzprojekten und stellten sicher, dass wichtige Interessenträger*innen in die Planung einbezogen würden, so der Bericht. Allerdings würde beim Auswahlverfahren der Projekte nur selten der dringendste Bedarf der EU-Mitgliedsstaaten berücksichtigt. Das führe dazu, dass mitunter nicht jene Projekte finanziert worden sind, die die größten Auswirkungen hätten, so der Rechnungshof. Er empfiehlt der EU-Kommission, die strategischen Life-Projekte besser auf spezifische Probleme der Mitgliedsstaaten auszurichten. Außerdem sollte das Konzept der Mobilisierung zusätzlicher Mittel überdacht und der Wissensaustausch zwischen den Ländern gefördert werden.
Entwicklungshilfe für Flüchtlingsabwehr
Auch zum Jahresende 2025 ließ die Europäische Union bei ihrem Kampf für die Einschränkung des Asylrechts nicht locker. Am 17. Dezember stimmte das EU-Parlament einem zuvor von den EU-Innenminister*innen („Datum mit Symbolcharakter“, woxx 1866) vereinbarten Konzept zur Ausweitung der Zahl „sicherer Herkunftsstaaten“ und, wichtiger noch,...

