CNA: Minister bietet wenige Antworten

von | 26.02.2026

Im parlamentarischen Kulturausschuss der Chamber blieben vergangenen Mittwoch sowohl der Direktor des „Centre national de l’audiovisuel“ (CNA) Gilles Zeimet als auch Kulturminister Eric Thill (DP) der Opposition mehrere Antworten schuldig. Dabei wiegen die Vorwürfe schwer: Der Ex-Mitarbeiter und Filmkritiker Joy Hoffmann wirft CNA-Direktor Gilles Zeimet, seit Herbst 2023 CNA-Direktor, vor, für ein toxisches Arbeitsklima mit Mobbingfällen, Fehlinvestitionen und -planungen verantwortlich zu sein (woxx 1874). Bei einer rezenten Ausstellung wäre es auch zu Schäden an Fotografien aus dem Nachlass von Lutz Teutloff gekommen. Zudem sei der Zugang zu den Archivgütern und historischen Katalogen des CNA – etwa für Dokumentarfilmemacher*innen – nicht gewährleistet. Seit September 2023 haben vier von zehn Arbeiter*innen in Leitungspositionen gekündigt. Das Ministerium nehme die Situation zur Kenntnis, mit den Betroffenen habe man jedoch noch nicht gesprochen, sagte Thill auf Nachfrage des Abgeordneten David Wagner (déi lénk). Von den vermeintlichen zehn Mobbingsfällen sah der Kulturminister bisher nur zwei bestätigt: „Jede Form von Mobbing ist inakzeptabel“, bekräftigte Thill am Mittwoch erneut und kündigte mehrere Maßnahmen an. So soll das Zentrum für staatliche Personalverwaltung (CGPO) eine Risikoanalyse zu den möglichen psychosozialen Folgen durchführen. Auch soll ein neues Gremium, das die Direktion begleiten soll, eingeführt werden. Um weitere Fragen zu klären, müssten jedoch persönliche Daten preisgegeben werden, gab Minister Thill an. Die nächste Kommissionssitzung, von der die Abgeordneten sich mehr Klarheit erhoffen, werde deshalb hinter verschlossenen Türen stattfinden. Ein Datum steht noch nicht fest.

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