
(© Fischer Verlag)
In seinem Erzählband „Stadt aus Sand“ schreibt Ángel Santiesteban über extreme Gewalt, moralische Verwahrlosung, Gewissenskonflikte, Verzweiflung, Mangel und Tod in einem Land, in dem Einwohner*in sein unweigerlich heißt, in Unfreiheit zu leben. Jede einzelne der dreizehn Kurzgeschichten beweist, dass der kubanische Autor nicht nur ein Meister darin ist, das Tempo in seinen Texten richtig zu regulieren, sondern auch so exakt mit Sprache zu arbeiten, als würde er ein hochsensibles Messgerät justieren. Eine Lektüre, die ebenso sehr begeistert, wie sie bestürzt.

