Sorgentelefon für den Agrarsektor

von | 15.05.2026

Isolation, wirtschaftlicher Druck, Sorge um die Nachfolge: Viele Bäuer*innen, Winzer*innen und Gärtner*innen sehen sich mit Stressfaktoren konfrontiert, die ihre psychische Gesundheit stark belasten. Um diesem Problem zu begegnen, stellten das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Weinbau, die Landwirtschaftskammer, und der Maschinen- und Betriebshilfsring Lëtzebuerg (MBR) in Zusammenarbeit mit „SOS Détresse Luxembourg“ vergangenen Montag die neue Version eines alten Projektes vor. Der Dienst „Een oppent Ouer fir de Bauer, Wënzer a Gäertner“, der bereits 2015 als Sorgentelefon für Menschen aus dem landwirtschaftlichen Bereich eingerichtet wurde, wurde an das Angebot der SOS-Détresse angeschlossen. Um den spezifischen Bedürfnissen und Herausforderungen des Sektors gerecht zu werden, wurden die ehrenamtlichen Helfer*innen entsprechend weitergebildet. Der Bedarf für einen solchen Anlaufpunkt sei laut Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) vom Agrarsektor selbst mehrfach geäußert worden. Nadja Bretz, Leiterin von SOS Détresse, betonte, dass die mentale Gesundheit und ihre Unterstützung ebenso wichtig sei, wie die medizinische oder wirtschaftliche. In Luxemburg gäbe es zwar keine Statistiken, europäische Studien zeigten jedoch, dass Landwirt*innen einem bis zu 30 Prozent höheren Suizidrisiko ausgesetzt sind als die Allgemeinbevölkerung. Der Dienst ist nun unter der Nummer 80 02 71 71 oder direkt über SOS Détresse (45 45 45) sieben Tage die Woche, anonym und kostenlos erreichbar.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWSSOZIALES

CSL et Méco : Plaidoyer pour une transition juste

À l’occasion d’une conférence de presse commune, la Chambre des salariés (CSL) et le Mouvement écologique (Méco) ont présenté leurs positions sur deux projets majeurs pour la mobilité : le leasing social pour véhicules électriques et la réforme de la fiscalité des voitures de société.

NEWS

EU-Kommission: Kohle für den Warlord

Die Europäische Union wird von nun an nicht nur die international anerkannte libysche Übergangsregierung in Tripolis, sondern auch den Warlord Khalifa Haftar unterstützen, dessen Parallelregierung in Bengasi sitzt. Das geht aus einem Brief hervor, den EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Vorabend des EU-Gipfels in Brüssel an die...

NEWS

Der Computer kennt nichtbinäre Geschlechteridentität

Das Luxemburger Personenstandsregister hat neben „männlich“ und „weiblich“ eine dritte Möglichkeit für einen Geschlechtseintrag. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Frage von Claire Delcourt (LSAP) hervor. Darin erklärt Digitalisierungsministerin Stéphanie Obertin (DP), dass das nationale Register der natürlichen Personen (RNPP)...