Ghana: Gesundheitskasse einmal anders

von | 20.01.2011

Die Schüler des Lycée Ermesinde luden am vergangenen Dienstag zur Konferenz „Gesundheitskasse ein Mittel gegen Armut?“ ein. Gäste waren Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo, Armand Drews von der ONG OGBL Solidarité Syndicale, Jean-Marie Feider (CNS), Monica Fernandes (Cercle des ONG) und René Pizzaferri (OGBL). Die Konferenz, die von zwei Schülern moderiert wurde, erlaubte den TeilnehmerInnen, den etwa 70 ZuhörerInnen Rede und Antwort zu stehen. In einer Videovorführung lieferten SchülerInnen Hintergrundinformationen zum Thema Armut und sparten auch nicht mit ihrer eigenen Meinung. Armand Drews präsentierte das Projekt „Ghana – Luxembourg Social Trust“ seiner ONG. Es handelt sich um die Gründung einer Gesundheitskasse in Ghana, die auch von der OIT (Organisation Internationale du Travail) unterstützt wird. Das Projekt ist bisher erfolgreich: Zirka 2.000 Menschen in der betroffenen Region sind bei der Gesundheitskasse registriert. Es wurde außerdem diskutiert, ob die Krankenkasse hierzulande den Prinzipien der Solidarität immer noch gerecht wird. Ein Prinzip, das dem Gesundheitsminister jedenfalls immer noch wichtig ist. Fazit der Konferenz war, die Gesundheitskasse ist keine wirksame Lösung gegen Armut, sondern eher eine Art Prävention, die hilft Armut zu lindern. Sie ist ein wesentliches Element in jedem gut funktionierendem sozialem System. Ein Ziel, dem sich auch das Projekt in Ghana verschrieben hat.

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