Von rauchenden Hochöfen zu rauchenden Köpfen

von | 01.07.2011

Neben der „Maison du Nombre“ für Forschung und Unterricht, der „Maison des Arts“ mit ihrer großen Mehrzweckhalle, der „Maison du Livre“ mit einer auch dem Publikum zugänglichen Unibibliothek und dem geplanten „Centre national de la culture industrielle“ standen die „Maison de l’Innovation“ für das nationale Forschungszentrum Henri Tudor sowie die gesamte Außenausstattung der Anlage am letzen Mittwoch auf der Chambertagesordnung. Insgesamt auf rund 237 Millionen Euro wurden die Kosten der vier Bauprojekte der Cité des Sciences beziffert, die auf dem ehemaligen Hochofengelände in Esch-Belval entstehen sollen und die für rund 2.500 neue Arbeitsplätze ausgelegt sind. Es sollte bei diesem bedeutenden Strukturwandel für Esch und die Region nicht vergessen werden, Arbeitsplätze für Menschen mit weniger Qualifikationen zu schaffen, mahnte André Hoffmann (Déi Lénk). Die Uni sollte als „éducation populaire“ allen Schichten zugänglich sein. Auch Eugène Berger (DP) sorgte sich um Arbeitsplätze: Im Interesse der Uni und der umliegenden Geschäfte, von denen bisher schon einige mangels Kunden schließen mussten, sei eine weitere Verzögerung des Bauabschlußes nicht hinnehmbar. Zu überdenken sei, ob die rund 3.500 vorgesehenen Parkplätze hier nicht eher kontraproduktiv für die Entwicklung der Cité des Sciences sind. Nicht nur, dass sie nicht im Sinne einer klimagerechten Mobilität sind, es besteht auch die Gefahr, dass die Leute nach Feierabend mit ihrem Auto gleich die Cité verlassen.

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