Erstmals weniger Medienschaffende

von | 17.05.2013

(rg) – Am Rande der offiziellen Verleihung der Presseausweise an 19 JournalistInnen am vergangenen Dienstag war zu erfahren, dass die Zahl der anerkannten BerufsjournalistInnen im Vergleich zum Zählstand Ende 2012 von 513 auf 470 zurückgegangen ist. Dieser Schwund um 8,4 Prozent ist damit das sichtbare Zeichen der Krise der Medienbranche, insbesondere der Printmedien. Dabei ist zu bedenken, dass diese Zahlen nicht den ganzen Umfang des Rückgangs widerspiegeln, da sie ihrerseits etwa 50 pensionierte JournalistInnen enthalten, die ihren Titel ehrenhalber behalten dürfen, und Entlassungen – wie etwa am Ende des Jahres bei der Schließung des point24 – nicht automatisch zur Aberkennung des Titels führen. Arbeitslose JournalistInnen behalten ihren Ausweis in der Regel bis sich herausstellt, dass sie den Beruf tatsächlich wechseln (müssen). Andererseits hatte die Zahl der anerkannten JournalistInnen seit der Reform des Pressegesetzes im Jahre 2008 einen gewissen Höhenflug angetreten, da die Voraussetzungen zur Anerkennung etwas gelockert wurden und zahlreiche neue Medien, vor allem im Bereich Internet, zu einem Anschwellen der Anträge geführt hatten. Dennoch ist davon auszugehen, dass bislang etwa jede zehnte Journalistenstelle der Krise zum Opfer gefallen ist. Der neue Medienminister Luc Frieden erbt demnach ein nicht ganz einfaches Dossier, da vor allem die Printmedien die Sparmaßnahmen in der Privatindustrie, aber auch beim Staat zu spüren bekommen. Rückläufiges Anzeigengeschäft und reihenweise Abbestellungen von Zeitungsabonnements, etwa in den Verwaltungen, mögen zu Einsparungen führen, auf so manche Medien wirken sie allerdings auch wie ein letzter Dolchstoß.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

EU-Return-hubs: Erste Ausfahrt Ruanda

Nun also doch Ruanda: Mehrere EU-Mitgliedstaaten verhandeln mit der dortigen Regierung, um in dem Land ein erstes „Rückkehrzentrum“ für abgewiesene Asylsuchende (return hub) einzurichten. Bereits Mitte November könnte ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet werden.

NEWS

Santé ! Mais à quel prix ?

Près de 190 millions d’euros de déficit attendus en 2027. Pour redresser les comptes de l’assurance maladie-maternité, le gouvernement mise sur une hausse des cotisations et un objectif de 95 millions d’euros d’économies structurelles.

NEWS

Warnung vor Laufzeitverlängerung von Cattenom

Die Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ warnt erneut vor einer Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Cattenom nahe der luxemburgisch-französischen Grenze. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass es quasi unmöglich ist, den Reaktor auf den geforderten Sicherheitsstandard zu bringen.

NEWSSOZIALES

CSL et Méco : Plaidoyer pour une transition juste

À l’occasion d’une conférence de presse commune, la Chambre des salariés (CSL) et le Mouvement écologique (Méco) ont présenté leurs positions sur deux projets majeurs pour la mobilité : le leasing social pour véhicules électriques et la réforme de la fiscalité des voitures de société.