Das zweite Mal

von | 02.08.2013

Vieles kann bei der Produktion einer Zeitung schief gehen. Fertig redigierte Texte haben kurz vor Redaktionsschluss auf einmal nur mehr „Null KB“ Inhalt, mühsam erstellte Layouts weisen bloß noch eine gähnend weiße Fläche auf. Doch diese Pannen lassen sich, für die LeserInnen unbemerkt, beheben. Wenn dann am späten Donnerstagnachmittag die letzte Datei abgeschickt wurde, heißt es aufatmen. Klingelt dann aber irgendwann am Abend das Handy mit der Kennung der Druckerei, dann verheißt das meist nichts Gutes: Es gibt möglicherweise eine Panne und die Ausgabe wird nicht fristgerecht fertig. Das passierte am Donnerstag vergangener Woche – zum zweiten Mal in den mehr als zwei Jahrzehnten, seit unsere Zeitung existiert. Ursache war die ansonsten so hilfreiche Elektronik: Einer Platine der noch Anfang Juli generalüberholten Anlage unserer Druckerei scheinen die hohen Temperaturen der letzten Wochen schlecht bekommen zu sein. So stand die Maschine einfach still … bis corpus delicti am nächsten Morgen das binnen weniger Minuten gefunden und ausgetauscht war. Doch da waren die BriefträgerInnen landauf und landab schon ohne die begehrte woxx unterwegs. Unsere AbonnentInnen mussten bis Montag warten – oder unsere Internetseite besuchen, da wir ersatzweise die wichtigsten Artikel schon am Freitag online gestellt hatten.

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