(lm) – Vergleichbare Einwohnerzahl, doppelt so groß wie Luxemburg, das ist die Region Trier, ein Zusammenschluss von Landkreisen im Westen von Rheinland-Pfalz. Eine niedrigere Bevölkerungsdichte und weniger Industrie und Gewerbe bedeuten vielleicht weniger Umweltverschmutzung als im Großherzogtum, mit Sicherheit aber auch viel weniger Geld, das der öffentlichen Hand zur Verfügung steht. Dennoch hat es die Region Trier geschafft, in diesem Jahr zum Europäischen Champion für erneuerbare Energien gekürt zu werden. Seit 15 Jahren wird dort konsequent versucht, den Energieverbrauch zu senken und alternative Energien zu fördern. Mit Erfolg: Erneuerbare Energien, allen voran Wind- und Wasserkraft, aber auch ein nicht zu verachtender Anteil an Photovoltaik, decken über die Hälfte des regionalen Strombedarfs. Wenn ein politisch fragiler Zusammenschluss von Landkreisen mit bescheidenen Mitteln dies erreichen kann, sollte es für das reiche und politisch geeinte Luxemburg auch möglich sein. Doch das „laisser faire“ der sukzessiven DP-, LSAP- und CSV-Minister hat dazu geführt, dass Luxemburg bis 2020 nicht einmal sein armseliges 12-Prozent-Ziel erreichen wird. Vielleicht sollten die Politiker also mal für etwas anderes als zum Shopping in Trier vorbeischauen.
Arbeiten in Luxemburg
Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein...

