Das Ende der Radio-Liberalisierung

von | 21.11.2013

(rg) – Als 1992 das Gesetz zur Radio-Liberalisierung in Kraft trat, wurden neben einer ganzen Reihe lokaler Kleinstsender auch sogenannte Regionalsender aus der Taufe gehoben. Neben dem Platzhirsch RTL sollten vier durch Werbung finanzierte Radiostationen in Luxemburg auf Sendung gehen. Im 1992er Gesetz  wurde festgehalten, dass diese Stationen als eigenständige „Sàrl“ funktionieren und ihre Beteiligungen weit gestreut sein sollten. Kein einzelner Inhaber durfte über mehr als 25 Prozent der Gesellschaftsanteile eines Senders verfügen. Das bistumseigene Verlagshaus Saint Paul lancierte mit christlich-konservativen Gesellschaften und Vereinigungen „Den neie Radio“ (DNR). Daneben erhielt auch der von RTL zusammen mit einigen Verlegern initiierte Jugendsender „Eldoradio“ eine Zulassung. „Radio latina“, das sich vor allem um die aus Südeuropa zugewanderten Bevölkerungsteile bemühte, entstand zunächst als eigenständiges Projekt. Die alternative Radioszene, die die Liberalisierung in den den 1980ern angekurbelt hatte, ging auch nicht leer aus: „Radio Ara“ wurde geschaffen – gezwungenermaßen als „kommerzielles“ Unternehmen. Nach zwanzig Jahren sieht die Bilanz nun ernüchternd aus: Radio Latina wurde von Saint Paul geschluckt. Der katholische Herausgeber übernahm auch, nach einer entsprechenden Gesetzes-„Reform“, die gesamten Anteile des DNR. Eldoradio wurde zum RTL-Zweitsender. Und seit gestern ist bekannt, dass DNR spätestens im Februar 2014 Geschichte sein wird. Dann will RTL zusammen mit LW/Saint Paul auf den DNR-Frequenzen ein französisches Radioprogramm anbieten. Von den vier „unabhängigen“  Regionalsendern wird also nur noch Radio Ara die Grundidee einer pluralistischen Radiolandschaft hochhalten.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWSTRANSPORT

Transports : Quand les trains arriveront à l’heure

En raison de travaux de maintenance et de modernisation des infrastructures, la circulation des trains entre le Luxembourg et ses trois pays voisins a été et continue d’être fortement perturbée cet été. Au grand dam des frontaliers et frontalières, qui ont le sentiment de revivre le même scénario chaque année.

NEWS

Wegen der Dürre: Flexiblere Regeln für Betriebe

Am vergangenen Mittwoch hat Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) Entlastungen für landwirtschaftliche Betriebe angekündigt. Die anhaltende Dürre sei eine „außergewöhnliche Wetterbedingung“, so das Ministerium nach einem Treffen mit der Landwirtschaftskammer. Deshalb sollen nun flexiblere Regeln gelten, damit Landwirt*innen eine...

NEWS

FORUM 451 : des pistes pour surmonter la crise climatique

Après une édition portée sur la canicule et sur les conséquences tragiques du changement climatique en général, Forum transmet, dans son numéro de septembre, un peu d’espoir. Sur la une, les nervures d’une feuille bien verte sont autant de chemins pour sortir de la crise. Face au « feu qui couve et qu’il est difficile d’éteindre », des...