Lipödem: Verstärkte Hilfeleistungen gefordert

von | 06.12.2018

Die Patiente Vertriedung (PV) und Lipödem Lëtzebuerg fordern zusätzliche Unterstützung für Lipödem-Patient*innen. Beim Lipödem handelt es sich um eine chronische Störung der Fettverteilung im Körper. Zwar ist diese Krankheit nicht heilbar, aber es gibt Behandlungsmaßnahmen – Lymphdrainagen zum Beispiel oder eine Kompressionstherapie. Besagte Organisationen begrüßen, dass neuerdings eine Rückerstattung der Krankenversicherung von 80 Prozent für Flachstrickstrümpfe und eine von 70 Prozent für Lymphdrainagen vorgesehen ist. Wie die Vertreter*innen am Mittwoch der Presse gegenüber erklärten, seien jedoch weitere Nachbesserungen nötig. Man wünsche sich für die Drainage eine Kostenübernahme von 80 oder 90 Prozent, so Michèle Wennmacher von der PV. Auch die 24 Sitzungen pro Rezept reichten längst nicht aus. Als noch kritikwürdiger bewerten die Organisationen den Umstand, dass eine Lymphdrainage erst ab dem dritten Stadium der Krankheit rückerstattet wird. Eine der wenigen Ausnahmen bildet die Caisse médico-complémentaire mutualiste (CMCM), die eine solche Prozedur ab dem 1. Januar 2019 bereits im zweiten Stadium mit 1.000 Euro unterstützen wird. „Ein frühzeitiger Eingriff wird im Endeffekt für jeden billiger. Je länger ein Eingriff hinausgezögert wird, desto teurer wird er nämlich“, erklärt Fabio Secci von der CMCM. Ein Argument für einen frühzeitigen Eingriff sei zudem, dass es vorkommen könne, dass jemand im zweiten Stadium mehr Schmerzen empfinde als jemand im dritten. Lipödem ist in Luxemburg immer noch nicht offiziell als schwere Krankheit anerkannt – ein Umstand, den die Organisationen sehr bedauern.

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