Während Francisco Francos Diktatur, aber auch noch in den Folgejahren, wurden in Spanien bis zu 30.000 Kleinkinder ihren Eltern gestohlen und mit gefälschten Papieren an Paare aus aller Welt weiterverkauft. Es ist einer der bedeutendsten Fälle von Kinderraub; Anhänger*innen der katholischen Kirche gelten als Drahtzieher*innen. Margot Litten, Redakteurin, besuchte für ihre Doku „Kinderraub“ Betroffene und die wenigen noch lebenden Verdächtigen, beziehungsweise deren Kontaktpersonen. Schockierend ist dabei vor allem die Ignoranz mit der die Autoritäten den Betroffenen bis heute begegnen. Ein interessanter Beitrag für alle, die über diese Verbrechen noch nicht im Bilde waren, auch wenn die Doku von der Ästhetik her etwas einfallslos wirkt.
Noch bis zum 28. Mai in der Arte-Mediathek.
Bewertung der woxx: XX

