Bustos Domecq
INTERGLOBAL

BRASILIEN: Die bleiernen Jahre

Während sich Brasilien auf die Fußball-WM vorbereitet, jährt sich am 31. März zum 50. Mal der Militärputsch. Im Gegensatz zu den Nachbarländern herrschte lange Zeit kollektives Schweigen über die Menschenrechtsverbrechen der Diktatur. Die Täter blieben bisher straffrei.

LITERATUR

LITERARISCHE INSTALLATIONEN: Ein Riese, viele Fragmente

Brasiliens Literatur spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung des Landes wider. Besonders schonungslos zeigen dies Luiz Ruffato mit seinem Zyklus "Vorläufige Hölle", von dem der erste Band nun auf Deutsch erschienen ist, und Chico Buarque in "Vergossene Milch". Beide stammen aus unterschiedlichen Schichten, stehen aber in derselben literarischen Tradition.

POLITESCHT BUCH

ERINNERUNG: Zu Staub werden

Mehr als drei Jahrzehnte nach der Gewaltherrschaft der Roten Khmer beschäftig sich Kambodscha noch immer nur zögerlich mit seiner blutigen Vergangenheit. Nur wenige Täter wurden vor Gericht gestellt und verurteilt. In dem Buch "Auslöschung" interviewt der Filmregisseur Rithy Panh einen der Massenmörder.

POLITESCHT BUCH

AUFBRUCH DER ERINNERUNG: Francos langer Atem

In Spanien herrschte über die Folgen des Bürgerkriegs und über die Verbrechen der Diktatur lange Zeit ein "Pakt des Schweigens". Der Österreicher Georg Pichler hat ein eindrucksvolles Buch darüber geschrieben, wie es dazu kam und wie das Schweigen gebrochen wurde.

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BRASILIEN: Brot und Spiele

Um die Metropole am Zuckerhut auf die Fußball-WM und Olympischen Spiele vorzubereiten, werden die Favelas von Rio de Janeiro mit einem Riesenaufgebot an Sicherheitskräften "befriedet". Hauptsächlich jedoch werden die Probleme in andere Stadtgebiete verlagert.