Buchtipp: Wenn wir lächeln

von | 06.03.2025

(©Dumont)

Die Begegnung zwischen der lebhaften Anto und der Ich-Erzählerin Jara auf dem Fußballplatz markiert den Beginn einer engen Freundschaft, die das Prinzip der Schwesterlichkeit verkörpert. Ihr Zusammentreffen ist auch der Startschuss für ein turbulentes Teenagerleben, in dem die ungleichen Freundinnen versuchen, sowohl die Grenzen ihrer weiblichen Sozialisation zu überschreiten als auch ihre Identitäten als junge Frauen zu finden. Ein sensibler und unterhaltsamer Coming-of-Age-Roman, der zeigt, was es heißt, sich als Jugendliche in einer von Geschlechterungerechtigkeit geprägten Welt zurechtzufinden – allein und zusammen mit Schicksalsgenossinnen.

Mascha Unterlehberg: „Wenn wir lächeln“, DuMont Verlag, Köln 2025, 23 Euro

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Comic-Tipp: Wald ohne Bäume

Der 25. April ist der internationale „Tag des Waldes“ – ideal also, um sich näher mit jenen Lebensräumen zu beschäftigen, die rund ein Drittel der Erdoberfläche bedecken. Mit „Wald ohne Bäume“ präsentiert Zeichnerin Hanna Harms einen Sachcomic, der so poetisch ist, dass er auch als Lyrikband durchgehen könnte.

KULTURTIPP

Willis Tipps: April 2026

Seit 1999 veröffentlicht Lucas Santtana Platten. Jetzt hat der Gitarrist, Sänger, Flötenspieler und Komponist sein zehntes Album mit dem Titel Brasiliano herausgebracht. Auf jedem der elf Stücke kooperiert er mit einem*r anderen Sänger*in. So ist die in Paris lebende, am Pop orientierte Gesangskünstlerin Flávia Coelho genauso zu hören wie der mit brasilianischem Reggae bekannt gewordene Chico César oder der Superstar Gilberto Gil, der zu den Urgesteinen des Tropicália-Stils gehört.

KULTURTIPP

Eventtipp: Printemps des poètes

„Besagter Lenz ist da“, schrieb Erich Kästner – und mit dem Lenz hält auch die Lyrik wieder Einzug in Luxemburg. Während des diesjährigen „Printemps des poètes“ am 17., 18. und 19. April können sich Freund*innen der Poesie von den Texten hochkarätiger Dichter*innen aus ganz Europa begeistern lassen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Kontinentaldrift

In „Kontinentaldrift“ präsentiert Marianne Jungmaier Reisegeschichten, deren Welthaltigkeit über die zahlreichen Ortswechsel und fast filmisch wirkenden Schauplatzbeschreibungen hinausgeht, auch wenn diese einmal mehr beweisen, dass das innere Auge – mit den richtigen Impulsen gefüttert – Landschaften entwerfen kann, die reale in ihrer
vibrierenden, farbsatten Schönheit übertrumpfen.