Anfang April bestätigte das Nachhaltigkeitsministerium die zweite Meldung vom Auftauchen eines Wolfes innerhalb weniger Monate. Es betonte dabei erneut, dass Luxemburg mit dem 2017 veröffentlichten Wolfmanagementplan gut auf die Rückkehr des Raubtiers vorbereitet sei. Diese Meinung teilen jedoch nicht alle. Die Bauernzentrale meldete sich vergangene Woche zu Wort und forderte eine Überarbeitung des Plans. Im Interview mit RTL forderte Präsident Marc Fisch sogar, dass es möglich sein müsste, Wölfe abzuschießen. Sorge bereiten der Bauernzentrale auch Hybrid-Wölfe, in deren Stammbaum sich Haushunde wiederfinden. Laut dem Managementplan kommen solche Mischungen jedoch nur selten vor – freilaufende Hunde werden von Wölfen eher als Konkurrenz angesehen und getötet. Die Bauernzentrale fordert ebenfalls eine „Umkehr der Beweislast“ in Schadensfällen. Bei direkten Schäden, also z.B. getöteten Schafen, übernimmt die Forstverwaltung die Untersuchung, ob es sich beim „Täter“ um einen Wolf handelt. Lediglich bei indirekten Schäden, z.B. geflüchteten Tieren, müssen die Landwirt*innen beweisen, dass diese dem Wolf zuzuschreiben sind, um entschädigt zu werden. An der Ausarbeitung des Wolfmanagementplans war unter anderem der Verband der Schaf- und Ziegenzüchter*innen beteiligt.
Demokratie durch die Gender-Brille
Frauen fühlen sich politisch weniger gut vertreten, bewerten Gleichstellung skeptischer und fordern häufiger gezielte Maßnahmen, während Männer sich stärker für Politik interessieren und dem politischen System insgesamt mehr Vertrauen entgegenbringen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Polindex-Studie 2025, in deren Rahmen zwischen Mai...

