Noch bis zum 15. Januar zeigt die Escher Konschthal Deimantas Narkevičius Filmarbeiten. Narkevičius zählt für die Kunsthalle zu den international erfolgreichsten und beständigsten litauischen Gegenwartskünstler*innen. Thematisch ist die Schau einen Besuch auf den letzten Drücker Wert, besonders für diejenigen, die sich für die künstlerische Aufarbeitung der Post-Sowjetunion interessieren: Narkevičius beschwört Geister der Vergangenheit herauf, konfrontiert das heutige Litauen mit seiner neuen Identität. Wer die Ausstellung besucht, sollte allerdings viel Zeit mitbringen und am besten eine Taschenlampe, denn die meisten Filme sind lang und die Vorführräume gleichen einem dunklen, unübersichtlichem Labyrinth.
Buchtipp: Anstalten
In „Anstalten“, Timo Brandts Nachfolgeroman zu „Oder die Löwengrube“ (woxx 1838), muss die Protagonistin Lynn wieder hinabsteigen: diesmal nicht ins sinnbildliche Tiefland ihrer endenden Beziehung, sondern in eine psychiatrische Einrichtung, die in einem Tal äußerst skurrile Zeitgenoss*innen beherbergt. Im Gespräch mit diesen entfaltet sich...

