Das Lëtzebuerg City Museum in Luxemburg-Stadt hat sich in eine historische Vereinskneipe verwandelt, oder zumindest fast: Die Ausstellung „Komm, mir grënnen e Veräin“ taucht in Luxemburgs Vereinsgeschichten ein, mit Fokus auf einige der über 500 Clubs aus der Hauptstadt. Die Kurator*innen verfolgen einen historischen Ansatz und zeigen unter anderem auf, welche gesellschaftspolitische Rolle Vereine in der Vergangenheit eingenommen haben. Erinnert der Begriff Verein zunächst an Schweißgeruch in der Umkleide und feuchtfröhliche Zusammenkünfte, entpuppt sich die Ausstellung hingegen sowohl inhaltlich als auch vom Dekor her als originell und abwechslungsreich. Verstaubt ist hier trotz zahlreicher historischer Exponate nichts: Die Besucher*innen könnten aufgrund der thematisch dekorierten Räume sogar zwischendurch vergessen, dass sie sich in Ausstellungshallen befinden, wären da nicht die lehrreichen Wandtexte. Kurzum: Eine interessante, gut kuratierte Schau, die selbst Vereinsmuffeln gefallen dürfte.
Buchtipp: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
Wenn man den Klappentext von Dita Zipfels „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ liest, erwartet man einen Roman über Kinderwünsche und Urlaub unter Freund*innen. Doch die Geschichte um Felix und Matze, die seit der Schulzeit befreundet sind, und ihre Partnerinnen Eva und Linn entpuppt sich als vielschichtiger und komplexer.

