Mythische Figuren von heute tragen Porsche, zumindest in der Ausstellung „The Never Never“ im Casino Luxemburg: Hier dekonstruiert der britische Künstler Jeremy Hutchison gemeinsam mit der griechischen Performance-Gruppe Nova Melancholia komplexe Themen wie antike Mythen, Klischees griechischer Kultur, Kapitalismus und Desinformation. Dafür hält ein gefälschter Porsche 911 her, der in acht Teile zerlegt wurde und den Performer*innen als Kostüm dient. Die Schau besteht aus einem Kurzfilm, Fotoserien, Malerei, Collagen, Performances und Skulpturen. Eine abstrakte und inspirierende Auseinandersetzung mit Konflikten der Gegenwart, mit machtvollen Erzählungen der Vergangenheit! Empfehlenswert ist auch die Website zur Schau (thenevernever.net) sowie das Interview zur Ausstellung mit Hutchison und der Kuratorin Evelyn Simons auf der Internetseite des Casinos: An beiden Stellen gibt es bereichernde Hintergrundinformationen zum Entstehungsprozess und dem Konzept.
Buchtipp: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
Wenn man den Klappentext von Dita Zipfels „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ liest, erwartet man einen Roman über Kinderwünsche und Urlaub unter Freund*innen. Doch die Geschichte um Felix und Matze, die seit der Schulzeit befreundet sind, und ihre Partnerinnen Eva und Linn entpuppt sich als vielschichtiger und komplexer.

