Wessen Stimme gehört wird, hängt zu oft mit der eigenen Herkunft oder dem Erscheinungsbild zusammen – dem wollen die luxemburgischen Künstler*innen Martine Pinnel und Georges Goerens mit ihrer Ausstellung „Voices“ im Cape Ettelbrück entgegenwirken: Die Fotografin und der Musiker, der sich als Bartleby Delicate einen Namen gemacht hat, thematisieren in ihrem audiovisuellen Ausstellungsprojekt strukturellen Rassismus in Luxemburg. Hierfür haben sie Interviews mit Betroffenen geführt, denen die beiden weißen Künstler*innen eine Plattform bieten möchten. Ziel der kurzen Ausstellung – sie läuft gerade mal zwanzig Tage – ist laut Ankündigungstext vom Cape „für ein besseres Verständnis der Diskriminierungs- und Rassismusproblematik in Luxemburg [zu] sorgen.“
Buchtipp: Stadt aus Sand
In seinem Erzählband „Stadt aus Sand“ schreibt Ángel Santiesteban über extreme Gewalt, moralische Verwahrlosung, Gewissenskonflikte, Verzweiflung, Mangel und Tod in einem Land, in dem Einwohner*in sein unweigerlich heißt, in Unfreiheit zu leben. Jede einzelne der dreizehn Kurzgeschichten beweist, dass der kubanische Autor nicht nur ein Meister...

