Förderung geschlechterbewusster Pädagogik

von | 15.05.2017

Mädchen sind sensibel, fleißig und ruhig – Jungen energiegeladen und technikbegeistert. Geschlechterklischees wie diese halten sich hartnäckig. Werden solche Vorurteile – bewusst oder unbewusst – an Kinder herangetragen, wirkt sich dies unvermeidlich auf die Entwicklung der individuellen Fähigkeiten und Interessen aus. Nicht zuletzt in der Schule darf deshalb die Notwendigkeit eines geschlechterbewussten Umgangs nicht unterschätzt werden. Neuere Förderkonzepte folgen einerseits dem Prinzip der Gleichbehandlung und andererseits dem der Frauenförderung. So stehen nicht-diskriminierende Praktiken neben solchen, die das Ziel haben, bestehenden Benachteiligungen von Mädchen entgegenzuwirken. Unter der Prämisse eines pädagogischen Ansatzes dieser Art lädt das Cid-Fraen an Gender am 18. Mai zu zwei Veranstaltungen ein. Dabei geht es unter anderem um den Zusammenhang von Bildung und Geschlecht und um die Auswirkungen von Schönheitsidealen auf jüngere Mädchen. In einem Workshop von 14 bis 18 Uhr in der Bibliothek des Cid ist die Chance für schulische Bildungsprozesse, die durch geschlechterbewusste Pädagogik eröffnet wird, das Thema. Auf einer um 19 Uhr beginnenden Konferenz in der Abtei Neumünster steht die Förderung von Bildungsprozessen jenseits von Geschlechtersymbolen und -stereotypen im Vordergrund. Da beide Veranstaltungen als Fortbildungen für Personal aus dem Schul- und Sozialbereich vorgesehen sind, ist eine Anmeldung beim Institut de formation de l’éducation nationale notwendig. Für alle weiteren Interessierten ist eine Anmeldung unter sylvie.kerger@uni.lu erwünscht.

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