Queer altern: Regenbogenfahne grau in grau

LGBT-Senior*innen sind in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in der Öffentlichkeit fast unsichtbar. Die Auseinandersetzung mit ihren Belangen legt nahe, dass die Betreuung von Senior*innen allgemein an die gesellschaftliche Realität angepasst werden sollte.

Laut des Berliner Soziologen Marco Pulver fürchten sich viele homosexuelle Frauen und Männer davor, dass ein Umzug in ein Pflegeheim unumgänglich wird und sie sich gegenüber der Pfleger*innen und Mitbewohner*innen verstellen müssen. (Foto: Pixabay)

„Ich möchte in meiner letzten Lebenszeit mich nicht mehr über mein Schwulsein erklären müssen”, wünscht sich der Schweizer Bruno (74). „Ich möchte in einer Umgebung leben, in der das selbstverständlich ist.” In der Schweiz fördert die Organisation „Queer altern“ seit 2014 Dienstleistungsangebote für queere Menschen in den Bereichen Altern, Wohnen und Generationsbeziehungen. mehr lesen / lire plus

Veranstaltungsreihe: Lunch Knowledge Shot 

Disneyprinzessinnen, Transidentität und Geschlechterungerechtigkeit – das Cid Fraen an Gender bietet in den nächsten Wochen ein spannendes gendertheoretisches Programm in der Mittagsstunde.

© Cid Fraen an Gender

Studium beziehungsweise Job und intellektuelles Abendprogramm unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer so einfach. Denjenigen, die nach feministischem und gendertheoretischem Gedankenfutter hungern, bietet das Cid Fraen an Gender deshalb in den nächsten Wochen Konferenzen in der Mittagspause an. „Lunch Knowledge Shot“ heißt das Konzept, das morgen um halb eins in den Räumlichkeiten des Cid Fraen an Gender anläuft und bis zum 17. Juli im Wochentakt weitergeführt wird. Auf einen 30-minütigen Vortrag folgt eine ebenso lange Diskussionsrunde mit dem Publikum. mehr lesen / lire plus

Chancengleichheit: Kampfansage an Genderstereotype

Eine Studie der Universität Luxemburg bestätigt, dass geschlechtsbezogene Stereotype gesellschaftlich noch immer dominierend sind. Besonders bei Jungen und Männern besteht Handlungsbedarf.

Genderstereotype werden uns von der frühsten Kindheit an vermittelt.
(© Ben Kerckx/Pixabay)

Am Dienstag präsentierten Mega-Ministerin Taina Bofferding und Universität Luxemburg in Esch Belval die Befunde der Studie „Lëtzstereotype18“, in der das Auftreten geschlechtsbezogener Stereotype bei 14- bis 30-Jährigen analysiert wird. Für die von der Universität Luxemburg und dem Ministerium für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Auftrag gegebene Studie wurden insgesamt 396 Personen befragt. Die Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie solche aus anderen europäischen Ländern: Junge Frauen lehnen stereotypes Denken stärker ab als es junge Männer tun1. mehr lesen / lire plus

Homofeindlichkeit: Echt jetzt?

Eine Rechenaufgabe in einem für Luxemburg zusammengestellten Mathebuch unterstützt homofeindliche Klischees. Die Protagonisten: Xavier und Etienne.

In Luxemburg wird seit geraumer Zeit kontrovers über die fächerübergreifende Diversifizierung von Lerninhalten diskutiert. Sei es, wenn es um die verstärkte Einbindung von Autor*innen und positiv besetzter Frauenfiguren im Literaturunterricht geht, sei es wenn sich der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser über ein Theaterstück für Schulklassen entrüstet, in dem ein schwules Känguru die Hauptrolle spielt. Damals sprach sich Bildungsminister Claude Meisch deutlich gegen Homofeindlichkeit aus. Wie Vielfalt auf dem Lehrplan eindeutig nicht geht, das zeigt ein Beispiel aus dem Mathebuch „Clic & Maths 3e“, das für luxemburgische Schulklassen konzipiert wurde. mehr lesen / lire plus

Videospiele: Subversives Zocken

Queere Identitäten und Geschichten sind in Videospielen viel präsenter als man vermuten könnte. Das Medium eignet sich wie kein anderes für queere Repräsentation.

Queere Spiele sind oft keine actionreichen Egoshooter, sondern eher textlastig. (Foto: Pexels)

Von Dezember 2018 bis Mitte Mai 2019 war im Schwulen Museum in Berlin mit „Rainbow Arcade“ die weltweit erste Ausstellung über queere Inhalte in Videospielen zu sehen. Den Besucher*innen wurden mehr als 30 Jahre Videospielgeschichte näher gebracht, die sich sowohl durch positive als auch negative Repräsentation von Queerness auszeichnete. Selbstermächtigung queerer Entwickler*innen sowie Diskriminierung in Spielen und Communities waren ebenso Inhalt wie die beeindruckenden Mittel, mit denen Designer*innen sogenannter Indie-Games neue Pfade beschreiten. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #046 – de Kampf géint Diskriminéierung vun der LGBTIQA-Communautéit

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

De 17. Mee ass den internationalen Dag géint Homo-, Bi- an Transfeindlechkeet (IDAHOBIT). Dofir schwätzt d’Isabel Spigarelli an dëser Editioun vum Podcast och iwwert d’Rechter vun der LGBTIQA-Communautéit. Engersäits ginn d’woxx-Journalist*innen kuerz op den Editorial vun dëser Woch an, wou et ëm de sougenannte Pinkwashing geet. Dëst ass eng Praktik, bei där Firme probéiere mat der Botschaft, datt si sech fir queer Leit asetzen, Suen ze maachen. Wéi eescht deen Engagement ass, léisst sech allerdéngs a Fro stellen.

Anerersäits ginn de Joël Adami an d’Isabel Spigarelli am Kader vun den EU-Wahlen op déi queer-spezifesch Aspekter vun de Wahlprogrammer an.  mehr lesen / lire plus

LGBTIQA und Mode: Toleranz als Verkaufsstrategie

Immer wieder greifen große Modehäuser auf queere Ikonografie zurück. Meist versteckt sich dahinter nichts weiter als sogenanntes „Pinkwashing“ auf dem Rücken der LGBTIQA-Bevölkerung.

Foto: Alexas_Fotos/Pixabay

Im Rahmen des Tags gegen Homo-, Bi- und Transphobie am 17. Mai sowie zahlreichen national begangenen Prides präsentieren große Modeunternehmen alljährlich ihre LGBTIQA-Kollektion. Regenbogenfarben, Aufschriften wie „Love is love“, „Equality“ oder „Proud“ zieren dann Kleidungsstücke und Accessoires.

Bei der Bewertung dieses Trends ist es wichtig, zwischen diversen Ausprägungen zu unterscheiden. Manche Firmen, wie beispielsweise H&M mit ihrer diesjährigen „Love for All“-Kollektion, spenden einen Teil des mit der Kollektion eingenommene Geldes einer Organisation, die sich für LGBTIQA-Belange einsetzt. mehr lesen / lire plus

Votez parité: Ja, aber…

Eine heute gestartete Kampagne ruft dazu auf, genau so viele Frauen wie Männer zu wählen. Das bringt aber wenig, solange das Problem nicht an der Wurzel gepackt wird.

© Ministère de l’égalité entre femmes es hommes

Zwei Wochen vor den Europawahlen ruft das Ministerium für Gleichstellung zwischen Frauen und Männern anhand einer Kampagne die Bevölkerung dazu auf, paritätisch zu wählen. Damit wird auf die anhaltende Unterrepräsentanz von Frauen auf politischen Posten reagiert. Zurzeit sind nur 36 Prozent aller EU-Abgeordneten weiblich.

Teil der Kampagne ist die Internetsite 50-50.lu, auf der unter anderem über Gleichstellungsmaßnahmen der EU informiert wird. Es wird zudem dazu aufgerufen, ein Foto von sich selbst mit dem Hashtag #iloveparity oder #vote5050 in den sozialen Medien zu veröffentlichen. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #045 – Geschlechtergerechtegkeet bei den EU-Wahlen

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Kënnt Feminismus an de Wahlprogrammer fir d’EU-Wahlen iwwerhaapt fir? Vill Parteien hunn eng Duebelspëtzt mat enger Spëtzekandidatin, mä trotzdeem sëtzen op Table-Rondë virun allem Männer – wéi kënnt dat? A wat fir Begrëffer weisen, datt sech verschidde Parteie vläicht guer net sou grëndlech mat feministeschen Inhalter ausernee gesat hunn?

Och dës Woch beschäftegen sech d’woxx-Journalist*innen am Podcast mat den EU-Wahlen, an zwar méi genee mat der Geschlechtergerechtegkeet. D’Tessie Jakobs an de Joël Adami probéieren, Äntwerten op déi Froen ze fannen a kucken sech un, wat fir gutt Virschléi et gëtt, fir d’Politik vun der EU méi feministesch ze maachen. mehr lesen / lire plus

Gleichstellungspolitik: Bescheidene Ambitionen

Kurz vor der EU-Wahl ist Geschlechtergerechtigkeit nur für wenige luxemburgische Parteien ein prioritäres Thema. Was vor allem fehlt, ist das Bewusstsein für Mehrfachdiskriminierung und die Wichtigkeit paritätischer Repräsentation.

Am diesjährigen Frauenkampftag wurde vor dem Europäischen Parlament in Brüssel für Geschlechtergerechtigkeit demonstriert. (© Olivier Hoslet/EPA)

Im Jahr 2019 wird in Ländern wie Luxemburg und den Niederlanden der hundertste Geburtstag des Frauenwahlrechts gefeiert. Seither hat sich auf EU-Ebene viel in puncto Geschlechtergerechtigkeit getan. Sowohl EU-Rat, -kommission als auch -parlament sind mittlerweile durch Verträge der Europäischen Union sowie die Charta der Grundrechte dazu verpflichtet, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.

Trotz aller Maßnahmen und Fortschritte ist die EU jedoch noch weit von völliger Geschlechtergerechtigkeit entfernt. mehr lesen / lire plus

Sexualerziehung: Man lernt nie aus

Altersübergreifend, ganzheitlich, zugänglich und intersektionell – das Ziel, das sich mit dem neuen Aktionsplan zur sexuellen und affektiven Gesundheit gesteckt wurde, könnte nicht ambitionierter sein.

© Pixabay

Das Auditorium der Uni Luxemburg war bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt, als am vergangenen Dienstag der Nationale Aktionsplan zur Förderung sexueller und affektiver Gesundheit vorgestellt wurde. Das Stichwort, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Konferenz zog, war „ganzheitlich“. Dieser Leitlinie soll nämlich die hierzulande geleistete Sexualerziehung künftig entsprechen. Diese Herangehensweise wird bereits daran deutlich, dass gleich vier Ministerien an der Ausarbeitung beteiligt waren: Gesundheit, Familie, Bildung und Geschlechtergleichstellung. Anders als der bisherige Aktionsplan, richtet sich der neue, am 1. mehr lesen / lire plus

Pflichtlektüre: Heldinnen aus Druckerschwärze

In einem offenen Brief an das Bildungsministerium verlangt die „Voix de jeunes femmes“ (VJF) nach mehr Frau auf dem literarischen Lehrplan. Der Philosoph Norbert Campagna schlägt Alarm.

Die Pflichtlektüre für luxemburgische Abschlussklassen braucht Heldinnen und Frauenfiguren, die weder Sexobjekte noch Sündenböcke sind. (Foto: Pixabay)

Norbert Campagna zeigte sich im Dezember 2018 im „Tageblatt“ empört über den Brief der VJF, die er gleich im ersten Absatz mit dem „Conseil national des femmes du Luxembourg“ (CNFL) gleichsetzt. Missverständnis Nummer eins. Weitere folgen. Während die Jugendgruppe des CNFL eine egalitäre Überarbeitung des festgelegten Leseprogramms für die Abschlussklassen des „enseignement secondaire“ fordert, schreit Campagna Zensur und Fanatismus. mehr lesen / lire plus

Neue Verpackung, selber Inhalt?

Der neue Name des Ministeriums für Chancengleichheit wird von vielen Seiten gelobt. Doch ist er wirklich besser als der vorherige? Und was sagt er über mögliche Zielsetzungen des besagten Ministeriums aus?

© Wikimedia Commons

Wenn sich der Conseil national des femmes du Luxembourg (CNFL) mit einem Schreiben an die Regierung wendet, bedeutet das in den seltensten Fällen etwas Gutes. Die Stellungnahme des Rats zum Koalitionsabkommen liest sich deshalb überraschenderweise schon fast wie eine Lobeshymne. Anlass zur Freude gibt dem CNFL unter anderem die Namensänderung von „Ministerium für Chancengleichheit“ in „Ministerium für Gleichstellung zwischen Frauen und Männern“. Oder auf französisch: „Ministère de l’égalité entre femmes et hommes“. mehr lesen / lire plus

Feminismus: Kampf um eine gerechte Gesellschaft

Isabelle Schmoetten ist seit September dieses Jahres sozio-politische Beauftragte des Cid Fraen an Gender. Wir haben mit ihr über den Gender Pay Gap, geschlechtersensiblen Unterricht und das Ministerium für Gleichstellung von Frauen und Männern gesprochen.

Isabelle Schmoetten ist es wichtig, dass Geschlecht und andere Diskriminationskategorien zusammengedacht werden. (Foto: Isabelle Schmoetten)

woxx: In einem Artikel im Tageblatt von letzter Woche wurde behauptet, es gäbe keinen Gender Pay Gap mehr. Im Text wird argumentiert, dass Frauen teilweise sogar mehr verdienen als Männer, wenn man bei der Berechnung statt des Mittelwerts der Gehälter den Median berücksichtigt. Das Cid hat darauf mit Kritik reagiert.


Isabelle Schmoetten: Der Artikel ist derart polemisch geschrieben, dass wir ihn nicht unkommentiert lassen konnten. mehr lesen / lire plus

Frauenquote: Undemokratisch, sexistisch, überflüssig?

Was nützt eine Frauenquote? – diese berechtigte Frage wird auch nach den diesjährigen Nationalwahlen von manchen gestellt. Einige Kommentare sagen dabei mehr aus über deren Verfasser*innen als über die tatsächliche Nützlichkeit einer solchen Maßnahme.

Eine Frauenquote einzuführen bedeutet nicht, dass Männer diskriminiert werden. (Quelle: Pixabay)

„Wo ist das Problem?“ – unter diesem Titel kommentierte Nadine Gautier in einem vergangenen Monat die Debatte rund um die weibliche Unterrepräsentanz in der Chamber. Die gegenwärtige Diskussion werde „dem Ganzen“ nicht gerecht, so die Journalistin auf der Internetpräsenz von RTL. Ihr persönlich sei es vollkommen egal, ob in der Chamber Männer oder Frauen vertreten sind. mehr lesen / lire plus

In the Cut: Nackedeis

Mit der Ausstellung „In the Cut. Der männliche Körper in der feministischen Kunst“ rollt die Kuratorin Andrea Jahn Diskussionen über Bildpolitik, Zensur und Sexualität den roten Teppich aus.

Nach 2.000 Jahren Kunstgeschichte war irgendwann Zeit für männliche Verletzlichkeit und Nacktheit. (Foto: Jeune homme au doigt levé (Le Cycle Masculin nr5), Aude du Pasquier Grall)

Menschen steigen in den Bus ein, andere aus. Die meisten haben Kopfhörer auf den Ohren, viele das Handy in der Hand. So auch eine Journalistin, die zwischen Kinderwagen und Anzugträgern bei „WhatsApp“ mit einer befreundeten Künstlerin schreibt. Das Thema in Sprechblasen: die Ausstellung „In the Cut. Der männliche Körper in der feministischen Kunst“ in der Stadtgalerie Saarbrücken – weltweit die erste Schau, die sich explizit mit dem feministischen Blick der Frau auf den männlichen Körper auseinandersetzt. mehr lesen / lire plus

Gewalt: Hand aufs Herz

Das Gespräch über geschlechts-
spezifische und häusliche Gewalt erregt die Gemüter. Es ist ein Thema zwischen Fakten, Ehrlichkeit und festgefahrenen Denkmustern.

In der Diskussion um männliche Täterschaft, sollten auch Männer verstärkt Farbe bekennen und Fragen stellen. (Foto: Snapwire)

Mit entschuldigenden Gesten bahnt er sich mit einer Ledertasche unterm Arm und in farbigem Strickpullover einen Weg durch die Stuhlreihen, bis zu einem freien Sitzplatz bei der „table ronde“ der Gemeinde Sanem zu „Gewaltopfer, Gewalttäter: Ass Gewaltbereetschaft ofhängeg vu Geschlecht, Alter a sozialem Ëmfeld?“. Immer wieder nickt er Francis Spautz, Psychologe und Leiter der Beratungsstelle „infoMann“, zu. Der spricht über die Gewalt von Männern gegen Männer und andere. mehr lesen / lire plus

Gewalt gegen Frauen im Fokus

Gewalt gegen Frauen stellt auch in Luxemburg ein anhaltendes Problem dar. Um darauf aufmerksam zu machen findet zurzeit bereits zum zweiten Mal die „Orange Week“ statt.

© CNFL

Die „Orange Week“ ist in vollem Gange. Jedes Jahr dient sie dazu, für die Problematik von Gewalt gegen Frauen zu sensibilisieren. Neben der Veranstaltung „Lët’z Say No to Violence against Women“ am heutigen Mittwoch um 19 Uhr in der Chambre de Commerce, findet am 23. November ab 15.30 Uhr das Forum „Violence against Women“ im Luxembourg Learning Centre in Belval statt. Im Rahmen der „Orange Week“ werden zudem zahlreiche Filme gezeigt. mehr lesen / lire plus

Mehr Frauen in die Regierung!

Die Plattform „Journée international des femmes“ (Jif) fordert die nächste Regierung auf, sich stärker für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen und die Mittel des Chancengleichheitsministeriums zu erhöhen.

© Jif

In einem offenen Brief an Regierungsbilder Xavier Bettel fordert die Plattform Jif eine paritätische Zusammensetzung der Regierung. Zudem werden sowohl transversale Maßnahmen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit gefordert. Dazu müssten dem Chancengleichheitsministerium nicht nur die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um konventionierte Strukturen zu finanzieren, sondern auch um tatsächliche Chancengleichheitspolitik zu betreiben und sich für Gender Mainstreaming in der Regierung einzusetzen.

In Anbetracht des zunehmenden Sexismus sowohl in Europa als auch weltweit bedürfe es eines ambitionierten Koalitionsabkommens zur Förderung der Gleichheit von Mann und Frau. mehr lesen / lire plus

Sexismus in den Parlamenten

Psychische und sexualisierte Gewalt sind auch in den europäischen Parlamenten keine Ausnahme. Stellen, um die Vorfälle zu melden, gibt es meist keine.

© EPA

85 Prozent Frauen, die in Parlamenten arbeiten, sind bereits Opfer psychischer Gewalt geworden, so der erschreckende Befund einer kürzlich von Interparlamentarischer Union (UIP) und der parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) publizierten Studie. Befragt wurden dafür 123 Frauen aus insgesamt 45 Ländern, darunter 81 Parlamentarierinnen und 42 Parlamentsangestellte.

Unter 40-Jährige und Angestellte sind einem höheren Risiko ausgesetzt, Opfer psychischer Gewalt zu werden als ältere Frauen und Parlamentarierinnen. Bei letzteren sind vor allem diejenigen gefährdet, die sich gegen Geschlechterungerechtigkeiten und Gewalt gegen Frauen einsetzen. mehr lesen / lire plus