Die Mehrheit der EU-Bürger*innen will strengere Standards zur Luftqualität. Das ergab eine Eurobarometer-Studie, die am 24. Oktober veröffentlicht wurde. Obwohl weniger als ein Drittel der Befragten von den EU-Standards für Luftqualität gehört hat, sind im europäischen Durchschnitt 67 Prozent dafür, sie zu stärken. In nur fünf Ländern ist die Mehrheit der Befragten dagegen. Allerdings gaben 53 Prozent der Befragten aus Luxemburg an, gar nicht oder nicht gut über die Probleme mit der Luftqualität in Luxemburg informiert zu sein – eine schlechte Zensur für die App „Meng Loft“, mit der das Umweltministerium seit Mai 2018 Luftqualitätsdaten zur Verfügung stellt. Zwei Tage nach den Eurobarometer-Resultaten stellte die EU-Kommission ihre Pläne zur Verbesserung der Luftqualität vor. Ziel sei es, bis 2050 „Zero Pollution“, also keine Luftverschmutzung zu erreichen. Dazu soll in einem ersten Schritt das zulässige Jahresmittel für Feinstaub (PM 2,5) halbiert werden. Es ist allerdings fraglich, ob „Zero Pollution“ erreicht werden kann, denn die neuste EU-Abgasnorm zeigt in eine andere Richtung. Die Website Euractiv hat einen Entwurf der neuen Euro7-Norm geleakt. Darin wurden die Werte für Stickoxid-Emissionen (NOx) gegenüber der aktuellen Euro6-Norm nicht verändert. Diese umstrittene Entscheidung soll auf Lobbyarbeit der Automobilindustrie zurückgehen, die mit erhöhten Kosten und Absatzschwierigkeiten zu kämpfen hat. In der kommenden woxx-Ausgabe werden wir mehr zum Thema berichten.
Luxemburgs Gesundheitsprofil
Im Rahmen der EU-Initiative „State of Health in the EU“ wurde am 13. Januar das aktuelle Gesundheitsprofil für Luxemburg vorgestellt. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht vergleicht die Gesundheitssysteme der EU-Mitgliedstaaten sowie von Island und Norwegen. Mit einer Lebenserwartung von 83,5 Jahren belegte Luxemburg 2024 hinter Italien,...

