Genderstereotype
: Hilfreich und schädlich zugleich

Genderstereotype können das Zusammenleben erleichtern, haben aber auch einen ausschließenden und einschränkenden Effekt. Wir haben mit Miriam-Linnea Hale, Doktorandin an der Uni Luxemburg, darüber gesprochen, warum es so wichtig ist, Stereotype bereits im Kindesalter aufzubrechen, und auch Forscher*innen die ihren hinterfragen sollten.

„Es ist wichtig, dass wir als Forscher und Forscherinnen unsere eigenen Stereotype hinterfragen und nicht nur Populationen untersuchen, die bekannten Forschungsmodellen entsprechen“: Doktorandin Miriam-Linnea Hale sieht noch viel Nachholbedarf, wenn es um die Erforschung nicht-binärer Personen geht.
 (Quelle: Universität Luxemburg)

woxx: Sie haben im Rahmen einer internationalen Kollaborationsstudie über Genderstereotype geforscht. Welches sind dabei die wichtigsten Ergebnisse?


Miriam-Linnea Hale: Das wichtigste Ergebnis ist der signifikante Zusammenhang zwischen bestimmten stereotypen Einstellungen und der Bereitschaft von Männern sich für Gleichstellung einzusetzen. mehr lesen / lire plus

Univers carcéral : C’est toujours la galère »

Christian Richartz est le président de l’asbl « Eran, eraus… an elo ? », qui se préoccupe du sort des personnes qui sortent de prison aussi bien que des conditions de vie et de travail des détenu-e-s. Il s’explique au woxx.

Président de l’association « Eran, eraus… an elo », 
Christian Richartz tente de faire bouger les lignes pour les détenu-e-s 
au Luxembourg, des personnes souvent oubliées. (Photo : privée)

woxx : Pourriez-vous nous expliquer les motivations qui ont conduit à la création de votre asbl ?


Christian Richartz : Le nom est programme. Même si des gens nous disent souvent de le changer, parce qu’il serait trop compliqué. mehr lesen / lire plus

Was treibt Sie an? Sich aufeinander einlassen

Von klein auf werden uns Spieltrieb, Kreativität und Emotionalität abtrainiert – in den Augen der interdisziplinär arbeitenden Künstlerin Fabienne Elaine Hollwege ein fataler Verlust für eine Gesellschaft. Im zweiten Teil unserer Serie geht es um die Wichtigkeit der Selbst- und Fremdwahrnehmung.

woxx: Was treibt Sie an?

Fabienne Elaine Hollwege: Etwas, das mich antreibt, ist, Ungerechtigkeit zu sehen, wie die Schere in den unterschiedlichsten Bereichen immer weiter auseinanderklafft. In meiner Arbeit versuche ich mich immer wieder mit dieser Problematik auseinanderzusetzen. Gleichzeitig bin ich aber auch von einer Liebe zur Menschheit angetrieben. Ich glaube fest daran, dass ein anderes Zusammenleben möglich ist, sowohl im Umgang miteinander als auch mit der uns umgebenden Umwelt. mehr lesen / lire plus

Personalmangel im Pflegesektor: „Eine sehr belastende Situation“

Mangel an Ausbildungsmöglich
keiten, große Arbeitsbelastung, unethische Regelungen – Gründe für den akuten Mangel an Krankenpfleger*innen in luxemburgischen Krankenhäusern gibt es viele. Wir haben mit der Präsidentin der Association nationale des infirmier(e)s luxembourgeois(es) (Anil) darüber gesprochen.

„Das Feedback, das wir immer wieder vom Pflegepersonal bekommen ist: Wir wissen nicht, wie lange wir das aushalten.“ – Um der kollektiven Erschöpfung im Gesundheitssektor entgegenzuwirken, müssen laut Anil-Präsidentin Anne-Marie Hanff die Anliegen der Pflegenden schnellstmöglich ernst genommen werden. (Foto: Anil)

woxx: Vor gut einer Woche hat die Anil sich mit einem offenen Brief an Premierminister Bettel gerichtet. Sie erläutern darin, bereits vor sechs Monaten eine Unterredung mit ihm beantragt zu haben, jedoch keine Antwort erhalten zu haben.
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Was treibt Sie an? Erfahrungen greifbarer machen

Kunst und Politik gehen für manche nicht gut zusammen. Nicht aber so für Schauspielerin und Autorin Larisa Faber. Auftakt unserer Interviewreihe mit Menschen, die sich für gesellschaftlichen Wandel einsetzen.

© Roxanne Peguet

woxx: Wie sind Sie dazu gekommen, eine künstlerische Karriere anzustreben?


Larisa Faber: Dass meine beiden Eltern kunstbegeistert sind, hatte sicherlich einen starken Einfluss auf mich. Dank ihnen hatte ich stets Zugang zu einer Bandbreite an Kunstformen. Als wir noch in Rumänien lebten, habe ich meine Mutter ins Theater begleitet, nachdem wir nach Luxemburg ausgewandert waren, habe ich angefangen, Geigen- und Ballettunterricht zu nehmen. Auch Museums- und Opernbesuche waren von klein auf ein selbstverständlicher Teil meines Lebens. mehr lesen / lire plus

Psychische Gesundheit: Das Stigma bekämpfen

Sich um seine mentale Gesundheit zu kümmern, ist in Luxemburg meist nicht nur teuer, sondern auch vorurteilsbehaftet. Aktionen wie die Semaine de la santé mentale sollen dem entgegenwirken. Wir haben mit Fränz d’Onghia, Geschäftsführer vom Centre d’information et de prévention der Ligue luxembourgeoise d’hygiène mentale darüber gesprochen.

„Unser Ziel ist eine „vigilance partagée“, 
wo jeder auf den anderen Acht gibt“:
Die von Fränz d’Onghia zu diesem Zweck gehaltenen Fortbildungen finden zurzeit online statt. (© Centre d’Information et de Prévention)

woxx: Was bedeutet es, generell gesprochen, sich um seine mentale Gesundheit zu kümmern?


Fränz D’Onghia: Ein Aspekt davon ist die Erkenntnis, dass man ein Problem hat, ein anderer Aspekt ist sicherlich auch Mut. mehr lesen / lire plus

Camp Moria und die Folgen: „So radikal wie möglich aufarbeiten“

Thomas von der Osten-Sacken ist Geschäftsführer des Verbands für Krisenhilfe „Wadi e.V.“ und hält sich seit Monaten auf Lesbos auf. Die Situation der Flüchtlinge dort sei kein humanitäres, sondern ein politisches Problem, da ihnen Rechte systematisch vorenthalten werden, sagt er im Interview und kritisiert auch einige NGOs vor Ort.

Hat man aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gelernt? Das neue Flüchtlingscamp nahe Kara Tepe auf Lesbos. (Foto: EPA-EFE/Vangelis Papantonis)

woxx: Wie ist die Situation auf Lesbos, nachdem ein neues Lager aufgebaut worden ist?


Thomas von der Osten-Sacken: Die Situation auf der Insel hat sich beruhigt. Am Montag sind die ersten 700 als besonders vulnerabel geltenden Flüchtlinge aufs Festland transferiert worden. mehr lesen / lire plus

Politique culturelle : « Rien de plus beau que la possibilité »

Depuis 2018, Suzanne Cotter a pris les rênes du Mudam. Le woxx s’est entretenu avec elle un peu sur le passé et beaucoup sur l’avenir.

Originaire de Melbourne, Suzanne Cotter est passée par la Grande-Bretagne et le Portugal avant d’arriver au grand-duché. Depuis 2018, elle remplace l’ancien directeur Enrico Lunghi au Mudam. 
(Photos : Thora Kleinert)

woxx : Voilà deux ans et neuf mois que vous êtes au Luxembourg. Est-ce que vous vous y sentez à l’aise ?


Suzanne Cotter : Oui, vivre dans un nouveau pays est une évolution constante. Je dirais que le Luxembourg est un pays très facile à vivre. mehr lesen / lire plus

Initiator der Transition-Bewegung: „Der Normalzustand war ein Desaster“

Zur Eröffnung der diesjährigen „Transition Days“, die sich über neun Monate erstrecken, ist der Vordenker der Transition-Bewegung, Rob Hopkins, in Luxemburg. Die woxx hat mit ihm über Vorstellungskraft, Hoffnungslosigkeit und das Regierungsprojekt „Luxembourg in Transition“ gesprochen.

Rob Hopkins, der Vordenker der Transition-Bewegung, ist überzeugt davon, dass unsere Vorstellungskraft die beste Waffe gegen die Klimakrise ist. (Foto: Rob Hopkins)

woxx: Kann die globale sanitäre und ökonomische Krise, die wir gerade erleben, eine Chance für die Transition-Bewegung sein?


Rob Hopkins: Ja, ich denke, es kann eine Chance für uns alle sein, nicht nur für die Transition-Bewegung. Es gibt viele Aspekte der Pandemie, die absolut schrecklich sind und für viel Leid gesorgt haben, und niemand wollte, dass sich die Dinge so ändern. mehr lesen / lire plus

Edition Tiamat: „Jede Mehrheitsmeinung war ihm suspekt“

Für „verlegerischen Mut“ und ein „außergewöhnliches Verlagsprogramm“ hat die Berliner Edition Tiamat den Deutschen Verlagspreis 2020 erhalten. Ein Gespräch mit Verleger Klaus Bittermann über die Gründungsjahre, Guy Debord, Hunter S. Thompson und den laut eigener Auskunft wichtigsten Autor des Verlags, den Gesellschaftskritiker Wolfgang Pohrt.

Misstraut der Aussage, schreiben 
mache Spaß: 
der Verleger 
Klaus Bittermann. (Bildquelle: Klaus Bittermann)

woxx: Im Gründungsjahr 1979 der Edition Tiamat war die Bundesrepublik noch immer vom „Deutschen Herbst“ zwei Jahre zuvor geprägt. Welche Rolle hat das damalige politische Klima bei der Gründung des Verlags gespielt?


Klaus Bittermann: Sie hatte mit dem politischen Hintergrund, den Sie erwähnen, eigentlich wenig tun. mehr lesen / lire plus

Coopération : Réorientations

L’aspect de la coopération internationale n’est pas au premier rang quand il s’agit d’évoquer les suites de la pandémie. Pourtant, l’aide au développement est aussi touchée par la crise – nous en avons parlé avec le ministre de la Coopération Franz Fayot.

Le ministre de la Coopération, Franz Fayot, 
lors d’une visite au Cap-Vert en février de cette année. (Photo : MAEE)

woxx : Comment envisagez-vous l’avenir de la politique de coopération dans le contexte de la crise économique qui vient ?


Franz Fayot : La première chose importante est que nous sommes toujours dans le contexte d’une pandémie. Nous avons, dans un premier temps, réorienté des fonds de la coopération pour combattre les conséquences de la Covid-19 dans nos pays partenaires. mehr lesen / lire plus

Urbanismus: „Wir haben bereits mehr als genug gebaut“

Eine Streitschrift gegen Spekulation, Abriss und Flächenfraß nennt der ehemalige Verleger für Architekturbücher Daniel Fuhrhop sein erstmals 2015 erschienenes Buch „Verbietet das Bauen!“. Die kürzlich erschienene zweite Auflage geht auch auf neuere Phänomene in Sachen Bauspekulation ein, die der Grundüberzeugung des Autors, Neubau sei keine Lösung der derzeitigen Wohnungsproblematik, weitere Argumente liefern.

Daniel Fuhrhop: „Verbietet das Bauen! Streitschrift gegen Spekulation, Abriss und Flächenfraß“. 224 Seiten, Paperback, 
ISBN 978-3-96238-194-3, 15 Euro.

woxx: Eine Frage vorweg, die einem beim Durchlesen Ihrer Streitschrift fast unweigerlich einfällt: Hat es eigentlich Morddrohungen vonseiten der Baubranche an Ihre Adresse gegeben?


Daniel Fuhrhop: Es besteht überhaupt kein Anlass für körperliche Bedrohungen, denn Architekten und Baufirmen werden auch in Zukunft genug zu tun haben mit dem Umbau von Häusern, aber nicht mehr mit dem Neubau. mehr lesen / lire plus

Recht in der Coronakrise: „Nicht mit Menschenleben feilschen“

In der Coronakrise werden auch die bestehenden Eigentumsverhältnisse gegen Menschenleben aufgewogen, sagt der Rechtsphilosoph Johan van der Walt von der Uni Luxemburg. Über Grundrechte, Ausnahmezustand und neoliberale Irrwege in der Gesellschaftstheorie.

Vom Bürger auf den Patienten reduziert? In Berlin wird ein Teilnehmer einer unangemeldeten Demonstration gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte im Zuge der Coronakrise von Polizeikräften abgeführt. Der wöchentlich stattfindende Protest wird in der deutschen Hauptstadt mittlerweile stark von Rechten dominiert. (Foto: EPA-EFE/Omer​ Messinger)

woxx: Während die politische Rechte in Deutschland, den USA und andernorts in den vergangenen Wochen gegen die im Zuge der Coronakrise getroffenen staatlichen Ausnahmeregelungen demonstriert hat, scheint die Linke vergleichsweise duldsam zu sein. mehr lesen / lire plus

Mentale Gesundheit: „Jede Option ist zurzeit suboptimal“

Kontaktverbote sind eine große Belastung für die mentale Gesundheit. Vor allem psychisch Vorerkrankte und Senior*innen haben es zurzeit schwer. Wir haben mit dem Psychotherapeuten Sacha Bachim über die gegenwärtigen Herausforderungen gesprochen.

„Jetzt eine Lockerung anzukündigen, die immer wieder hinausgezögert wird, würde sowohl der psychischen Verfassung der Bevölkerung als auch dem Vertrauen in die Regierung schaden“: Sacha Bachim ist als kognitiver Verhaltenstherapeut auf Ängste und Trauer spezialisiert. (Quelle: privat)

woxx: Die Regierung kommuniziert zurzeit hauptsächlich bezüglich organisatorischer Vorkehrungen. Haben Sie das Gefühl, dass die psychische Gesundheit ausreichend mitbedacht wird?


Sacha Bachim: Es wird in der Tat vor allem über Organisatorisches kommuniziert. Aus den wenigen existierenden Studien über Ausgangssperren geht hervor, dass die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit wesentlich durch die Kommunikation beeinflusst werden. mehr lesen / lire plus

Yanis Varoufakis: „Corona hat das Potenzial, uns alle zu zerstören“

In der Covid-19-Pandemie mit Tausenden Todesopfern vor allem in Südeuropa werden die Auswirkungen der Sparpolitik der EU greifbar, sagt Yanis Varoufakis. Die Europäische Union dürfe nicht weitermachen wie bisher, sonst drohe ihr Untergang. Was Eurobonds bringen und welcher Film zur aktuellen Krise passt, erklärt Varoufakis im woxx-Interview.

„Diese Krise des Kapitalismus wird jeden treffen“: 
Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis über die Folgen der Corona-Pandemie. (Foto: EPA-EFE/Simela Pantzartzi)

woxx: Sie verkörpern die Hoffnungen vieler Linker auf ein vom deutschen Spardiktat befreites Europa. Erst kürzlich gelang Ihnen mit der Partei Mera25 der Einzug ins griechische Parlament. Macht die gegenwärtige Wirtschaftskrise die Pläne für tiefgreifende Reformen zunichte?
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Ryanne van Dorst und Dool: “Ich war ein sehr wütender Mensch”

Sie gelten als „Band der Stunde“ und werden über Genres wie Postpunk, Metal und Alternative hinweg als Live-Sensation gefeiert: die Rocker*innen von „Dool“ aus Rotterdam. Diesen Freitag erscheint das neue Album und wird den Fans den Lockdown erträglicher machen. Ein Gespräch mit Ryanne van Dorst, Sängerin und Gitarristin der Band.

Bevorzugen es düster: die Dark-Rocker Dool aus Rotterdam. Der Bandname leitet sich vom niederländischen Wort für „Umherwandern“ ab. (Bild: Marc Nolte)

woxx: Wie geht es dir im Covid-19-
Lockdown?


Ryanne van Dorst: Ich habe eine schöne Wohnung und war beruflich das letzte halbe Jahr über unterwegs, daher genieße ich es sogar, zuhause zu sein. mehr lesen / lire plus

Prix Batty-Weber : Trois questions à Pierre Joris

Le woxx a déjà consacré plusieurs articles à Pierre Joris. Il était donc tout naturel que notre hebdomadaire s’entretienne avec lui pour célébrer le prix national de littérature qui lui a été attribué. Langues, confinement, poésie, nomadisme et Celan : retour informel sur une carrière bien remplie.

Quelques livres parmi la soixantaine que Pierre Joris compte dans sa bibliographie.

woxx : Même si tu as quitté le Luxembourg pour d’autres horizons rapidement en raison de l’étroitesse de son milieu littéraire de l’époque, tu y as toujours maintenu des attaches. Elles se sont souvent concrétisées par des projets artistiques. Comment perçois-tu ce prix Batty-Weber au regard de ta relation spéciale à ton pays natal ? mehr lesen / lire plus

Droit d’asile : Géométrie variable

L’asbl Passerell vient d’éditer un petit volume titré « Réhumanisez-moi » reprenant neuf destins de réfugié-e-s passé-e-s dans ses bureaux. L’occasion de nous entretenir avec une de ses fondatrices, Cassie Adélaïde.

Illustration du livre « Réhumanisez-moi ». (Illustration : Mauro Doro)

woxx : Quand on tape « Réhumanisez » dans un traitement de texte, l’autocorrection souligne ce verbe en rouge. Qu’est-ce que cela vous évoque que ce mot ne semble pas exister ?


Cassie Adélaïde : Évidemment, cela ne devrait pas être nécessaire ou utile de disposer d’un mot pareil. Les gens ne devraient pas perdre leur humanité et ne devraient pas avoir besoin de reconstruire leur dignité. mehr lesen / lire plus

Rechte Attentäter
: „Der Terror wird pathologisiert“


Nach den rassistisch motivierten Morden von Hanau wurde viel über den Geisteszustand des Täters spekuliert. Die Sozialpsychologin Pia Lamberty hält klinische Diagnosen auf der Grundlage von Tätermanifesten für bedenklich.

Bei den Diskussionen um die psychische Verfassung der Täter gerate der menschenfeindliche Inhalt ihrer Taten häufig in den Hintergrund, meint die Sozialpsychologin Pia Lamberty. (Foto: © Pia Lamberty)

woxx: Nach dem Anschlag von Hanau, bei dem der Attentäter zehn Menschen getötet hat, wurde vor allem aus den Reihen der „Alternative für Deutschland“ (AfD) wiederholt auf eine angeblich offensichtliche psychische Störung des Täters hingewiesen, weshalb der Verweis auf eine rechtsextreme Motivation abwegig sei. mehr lesen / lire plus

Diskriminierung: Große Ratlosigkeit

Seit 2006 berät und informiert das Centre pour l’égalité de traitement (CET) in Fällen von Diskriminierung. Laut Direktorin Nathalie Morgenthaler fehlt es der Organisation nach wie vor an Mitteln und Handlungsmacht.

„Anfangs haben wir viel auf Vermittlung gesetzt. Wir merkten allerdings schnell, dass das nichts bringt“: Nathalie Morgenthaler ist seit 2006 Direktorin des Centre pour l’égalité de traitement (CET). (Foto: CET)

woxx: Worin besteht der Auftrag des CET und sind Sie zurzeit in der Lage diesem nachzukommen? 


Nathalie Morgenthaler: Wir sind dafür zuständig, Menschen durch Beratung und Broschüren zu informieren. Die meisten Ressourcen verwenden wir darauf, Personen zu betreuen, die an uns herantreten. mehr lesen / lire plus