Carole Thoma (Déi Lénk): Klima, Kapital, Klassenkampf

Welche Rolle Nachhaltigkeit spielt und wie man die Menschen mobilisiert, darum geht es im zweiten Teil unseres Interviews mit Carole Thoma über die Sommer-Uni von Déi Lénk (Link zum ersten Teil).

Sommer-Uni von Déi Lénk: Selbstfindungsprozess am Stau, bei Esch-sur-Sûre … weit weg von Esch-sur-Alzette.
(Foto: Nathalie Oberweis)

Interessant an der Sommer-Uni von Déi Lénk war die Öffnung zur Zivilgesellschaft. Was hat das gebracht?

Ich fand das sehr interessant, insbesondere den Austausch mit den Klimaaktivisten. Diese Bewegung rund um Youth for Climate ist relativ neu und es gab noch nicht so viele Kontakte. Es wurde diskutiert, wie wir sie unterstützen können und was ihre Erwartungen an uns sind. mehr lesen / lire plus

Carole Thoma (Déi Lénk): Was ist radikal, was realistisch?

Um Radikalität und Ökosozialismus geht es im ersten Teil unseres Interviews mit Carole Thoma über die Sommer-Uni von Déi Lénk.

Carole Thoma
Die 29-jährige Bauingenieurin ist seit 2015 Sprecherin von Déi Lénk. Sie hat bei den drei aufeinanderfolgenden Wahlen 2017 bis 2019 kandidiert und interessiert sich für ein breites Spektrum politischer Themen. (Quelle: www-dei-lenk.lu)

Was war die Ausrichtung der Sommer-Uni von Déi Lénk? Eine Analyse der enttäuschenden Wahlergebnisse von 2018 und 2019?

Ich würde das relativieren: Natürlich waren wir nicht ganz glücklich über die Ergebnisse, aber wir haben auch nicht wirklich viel verloren. Die Idee bei der Sommer-Uni war, dass wir nach drei Jahren, in denen wir uns auf Wahlen konzentriert haben, nun wieder Zeit für eine Standortbestimmung haben. mehr lesen / lire plus

Widersprüche, Teil 2: „Politik des langen Atems“

Andreas Blechschmidt war Anmelder der von der Polizei gewaltsam aufgelösten „Welcome-to-Hell“-Demo beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg. Im zweiten Teil des Gesprächs mit ihm geht es um die Reaktionen der Anwohner*innen auf die Proteste, die strategische Rolle von Militanz und mögliche Nahziele der revolutionären Linken.

Aus dem Motto sollte Realität werden: Die „Welcome-to-Hell“-Demonstration gegen den G20-Gipfel in Hamburg kurz vor ihrer gewaltsamen Auflösung durch die Polizei. (Fotos: Gaston Kirsche)

woxx: Was würden Anwohner*innen wohl denken, wenn sie lesen würden, wie eine autonome Gruppe sich darüber lustig macht, es gäbe im Schanzenviertel Linke, die Krawalle „sogar an der Verträglichkeit für Kinder messen wollen“?
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Widersprüche, Teil 1: „Defizit linksradikaler Debatten“

Andreas Blechschmidt war Anmelder der von der Polizei gewaltsam aufgelösten „Welcome-to-Hell“-Demo beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg. Im ersten Teil des nächste Woche fortgesetzten woxx-Gesprächs mit ihm geht es um Polizeigewalt, linke Militanz und die Unfähigkeit zur Selbstkritik.

Nicht selten ist linke Militanz kaum mehr als Selbstverteidigung gegen massive Polizeigewalt – oft wird sie allerdings auch unkritisch glorifiziert. Demonstrant*innen schützen sich bei Protesten gegen den G20-Gipfel im Hamburger Schanzenviertel mit improvisierten Schilden gegen die Kanonade eines Wasserwerfers. (Foto: EPA-EFE/Carsten Koall)

woxx: Was hat Sie dazu bewegt, neben Ihrer Lohnarbeit und politischen Aktivitäten ein Buch über Polizeigewalt und linke Militanz beim G20 in Hamburg zu schreiben?
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Linke Debatte: Logik eines Aufbruchs

Der Abgeordnete Marc Baum von Déi Lénk über Perspektiven linker Politik und wieso es seine Partei in Luxemburg nicht so einfach hat. Ein Beitrag zur Debatte über linke Aussichten in Luxemburg.

Marc Baum ist seit 2016 Abgeordneter von Déi Lénk im Parlament. Dass dies nicht genügt um eine linke Bewegung in Luxemburg in die Verantwortung zu bekommen, ist auch ihm bewusst – hält ihn aber nicht davon ab weiterzukämpfen. (© chd.lu)

woxx: Reicht es die bessere LSAP oder Grünen zu sein, um als linke Partei Bestand zu haben?


Marc Baum: Nein, das reicht auf keinen Fall. Und ich glaube, dass das, was uns von den Sozialdemokraten und Déi Gréng unterscheidet – zumindest in der Ausrichtung, die beide Parteien momentan haben –, ist, dass wir immer noch als Ziel haben, den Kapitalismus zu überwinden. mehr lesen / lire plus

Queerness und Altenpflege: „Besonders im Hinblick auf trans Menschen ist das Personal unzureichend informiert“

In dem Artikel „Regenbogenfahne grau in grau“ wurde die Situation von LGBT-Senior*innen in der Altenpflege beleuchtet. In einem ergänzenden Interview spricht Christine, Krankenschwester in der Gerontologie, über ihren Berufsalltag – und zeigt sich unter anderem besorgt über Transphobie im Gesundheitssektor.

CC BY-gaelx 2.0

woxx: Viele LGBT-Senior*innen haben Angst, in der Altenpflege diskriminiert zu werden. Ist diese Befürchtung Ihrer Erfahrung nach berechtigt?

Christine: Pflegepersonal, das offen zu seiner Homosexualität steht, oder Menschen, die von ihrem Aussehen her nicht in das binäre Geschlechterbild passen, werden von manchen Heimbewohner*innen diskriminiert. Ich wurde selbst wegen meines kurzen Haarschnitts auf meine sexuelle Orientierung angesprochen, woraufhin ich mich outete. mehr lesen / lire plus

„Meine Hoffnung verblasst seit letztem Monat zusehends“

Zohra Barthelemy ist seit Anfang Februar 2019 Mitglied der „Youth for Climate“-Organisation. Ein Gespräch über die Zukunft, den Klimawandel und über die Weltsicht einer 16-jährigen Klimaaktivistin.

Zora Barthelemy (dritte von links) mit Youth for Climate in Aaachen. Foto: YfC

woxx: Was ist das Ziel von „Youth for Climate“?

Zohra Barthelemy: Langfristig ist das Ziel natürlich die Klimakrise zu verhindern. Ich möchte junge Menschen politisieren und ihnen zeigen, dass politisch aktiv zu sein nicht nur heißt, dass man in geschlossenen Räumen in Meetings sitzt. Ich will erreichen, dass Jugendliche und ihre Sorgen grundsätzlich ernster genommen werden, sowohl von der Politik als auch von der Gesellschaft. mehr lesen / lire plus

Eng Fra am lëtzebuergeschen Hip-Hop: „Dat sinn ech – ouni Filter“

Ënnert dem Kënschtlernumm 
Nicool bréngt d’Nicole Bausch als éischt Fra en Hip-Hop-Album „Den Ufank vum N“ op Lëtzebuergesch eraus. E Gespréich iwwert feministeschen Hip-Hop, Sprooch 
a „Féck Lëtzebuerg“.

D’Nicole Bausch studéiert Psychologie am Master zu Bréissel. Déi 23-Joer al Studentin wëll spéiderhin als Psychotherapeutin zu Lëtzebuerg schaffen. Hir Hip-Hop-Carrière ka si sech zur Zäit éischter als Hobby wéi als Haaptberuff virstellen. (Fotos: Liliana Francisco)

woxx: Déi lëtzebuergesch Hip-Hop-Zeen ass bis dato e Männerdomaine.Du bass mat eng vun den éischte Fraen, déi hei am Land en Hip-Hop-Album verëffentlecht. Setzt du domadder e feministescht Statement?


Nicole Bausch: Ech hunn an éischter Linn net aus feministesche Grënn mat der Musek ugefaangen. mehr lesen / lire plus

Angst vor EU-Gegnern: „Keine Konkurrenz um neue Ideen“

Der Politikwissenschaftler Frank Decker lehrt an der Universität Bonn und forscht zum Rechtspopulismus im internationalen Vergleich. Die woxx hat mit ihm über mögliche Gründe für die Erfolgsaussichten rechter Parteien bei den Europawahlen gesprochen.

„Die demokratischen Prinzipien werden nach wie vor mehrheitlich geteilt“: der Rechtspopulismus-Forscher Frank Decker über die politischen Einstellungen in Europa. (Foto: Tohma (talk)/CC BY-SA 4.0)

woxx: Oft ist in Bezug auf die anstehende Europawahl von einer Schicksalswahl die Rede. Der französische Präsident Emmanuel Macron sprach sogar von einer Entscheidungsschlacht der Progressiven gegen die Nationalisten. Ist die anstehende Wahl tatsächlich so ausschlaggebend für die Zukunft Europas?


Frank Decker: Ich halte es nicht für sehr klug, wenn die proeuropäischen Kräfte diese Wahl zu einer Schicksalswahl stilisieren. mehr lesen / lire plus

Mara Martins (Déi Lénk): „Umwelt und Soziales müssen zusammengedacht werden“

Bei den kommenden Europawahlen kandidiert Mara Martins zum ersten Mal. Mit ihren 20 Jahren ist sie die jüngste luxemburgische Kandidatin.

Foto: Déi Lénk

woxx: Ihr persönliches Hauptinteresse gilt der Klimapolitik. Wieso engagieren Sie sich denn bei Déi Lénk und nicht etwa bei Déi Gréng?


Mara Martins: Als ich jünger war, war ich von Déi Gréng fasziniert, weil sie sich für die Umwelt einsetzen. Mit der Zeit ist mir aber bewusst geworden, dass sie zu liberal an die Sache herangehen. Für mich müssen Umwelt und Soziales zusammengedacht werden. Das eine geht nicht ohne das andere. Der Kampf gegen den Klimawandel darf nicht auf Kosten finanziell benachteiligter Menschen geschehen. mehr lesen / lire plus

Monica Semedo (DP) : « Il est temps de rendre quelque chose aux Européen-ne-s »

À nouveau candidate pour le DP, Monica Semedo est en tête de la liste de son parti pour les élections européennes. Elle s’engage notamment dans le domaine social.

Photo : dp.lu

woxx : La thématique que vous avez choisie est la politique sociale. Pourquoi, vu que ce n’est pas la première chose qui vient à l’esprit en pensant à l’Europe ?


Monica Semedo : Justement à cause de cela : l’Europe est une union économique et une union des valeurs. Ce qui présuppose l’égalité de toutes et de tous – et c’est à cause de cela que le social est important. mehr lesen / lire plus

Elise Nunes (KPL) : « L’UE n’est pas réformable »

Pour Elise Nunes du Parti communiste, 
l’UE jusqu’à ce jour ne s’est guère souciée du bien-être de ses citoyens.

Photo : privée

woxx : Vous êtes candidate aux européennes pour un parti qui veut dissoudre l’UE dans sa forme actuelle. Quel est votre bilan personnel de l’UE ? Est-elle vraiment si ratée ?


Elise Nunes : L’UE a été fondée pour défendre les intérêts du grand capital et du capital financier, et non pas dans l’intérêt de ceux qui travaillent. On peut résumer le bilan de l’UE de la façon suivante : 27 millions de chômeurs, une détérioration massive du temps de travail. mehr lesen / lire plus

Lisa Kersch (LSAP): „Gerechtigkeit ist mehr als nur Umverteilung“

Seit Jahren politisch engagiert, kandidiert sie jetzt auf der LSAP-Europaliste: Lisa Kersch studiert internationale Politik und will sich besonders für die Chancengleichheit als demokratisches Prinzip einsetzen.

Foto: lm

woxx: Was hat Sie dazu gebracht, sich politisch zu engagieren?


Lisa Kersch: Ich komme aus einer politischen Familie – insbesondere meine Mutter hat mir immer eingeschärft, wenn man sich aufregt über Missstände, muss man sich auch bewegen, um etwas zu verändern, statt nur rumzumeckern. Ich habe mich dann im Schülerkomitee engagiert und war Vertreterin meines Lycée in der Cnel [Conférence nationale des élèves]. Damals ging es um die Reform von Mady Delvaux. Das war mein erster richtiger Kontakt mit der Politik, ich habe gemerkt, das gefällt mir, und man kann etwas verändern. mehr lesen / lire plus

Tanja Duprez (Déi Gréng): „Neue Ideen für die Zukunft Europas verbreiten“

Tanja Duprez kandidiert bereits das zweite Mal für eine Wahl. Die 23-jährige Politikstudentin interessiert sich vor allem für Umweltthemen.

Foto: Déi Gréng

woxx: Wieso haben Sie sich bei Déi Gréng engagiert? 


Tanja Duprez: Ich habe vor zwei Jahren eine Reportage über Wasserverschmutzung gesehen und mich gefragt, wie es sein kann, dass so etwas überall auf der Welt existiert und die betroffenen Menschen keine Hilfe erhalten. Ich hatte damals keine Berührungspunkte mit der luxemburgischen Politik und wusste nicht so recht, wo und wie ich mich engagieren könnte. Ich habe mich dann auf der Website von Déi jonk Gréng über deren Positionen informiert. mehr lesen / lire plus

Julia Elisabetta Pitterman (Volt Luxembourg) : « La diversité culturelle, un système qui gagne »

En vue des élections européennes 2019, le woxx interroge une ou deux jeunes candidates toutes les semaines. La série débute avec Julia Elisabetta Pitterman de la liste Volt Luxembourg.

Photo : Volt

woxx : Votre candidature pour Volt Luxembourg lors des élections européennes marque le début de votre carrière politique. Pourquoi ce choix ?


Julia Elisabetta Pitterman : La situation actuelle de l’Europe offre un moment opportun pour entrer dans le monde politique. Volt est le fruit d’une dynamique jeune qui est née au moment du Brexit, née de l’idée qu’il faut changer l’Europe à tous les niveaux. On valorise la démocratie, l’engagement des jeunes, le dialogue avec la société civile, la transparence et la diversité. mehr lesen / lire plus

Martine Kemp (CSV): „Es geht nicht, dass Zug fahren teurer ist als fliegen“

Martine Kemp ist die jüngste Kandidatin auf der Europa-Liste der CSV. Die Ingenieur-Studentin wurde von der CSJ nominiert.

Foto: woxx

woxx: Sie haben Ihr Studium „Traffic and Transport“ zu einer Art Leitfaden Ihres politischen Programms gemacht. Was muss in Europa alles in Sachen Transportpolitik passieren? 


Martine Kemp: Im Straßenverkehr denke ich an das jüngste „Mobility Package“. Es geht dabei unter anderem um strengere Sicherheitskonzepte, die helfen, Verkehrstote zu vermeiden. Hier hat es sicher Fortschritte gegeben, aber wir zählen immer noch 25.000 Verkehrstote im Jahr. Bis 2050 wollen wir hier eine Null schreiben können. Im Bereich des Schienenverkehrs geht es um eine Standardisierung des ganzen Systems. mehr lesen / lire plus

Justice fiscale
 : « Le Sud subit une 
double injustice fiscale »


Cédric Leterme est docteur en sciences politiques et sociales et chargé d’étude au Centre tricontinental (Cetri). Il a coordonné l’ouvrage « Quelle justice fiscale pour le Sud » dont il discutera les principales conclusions lors d’une conférence le mardi 23 avril sur invitation d’Etika.

Saint Domingue (République dominicaine) en 2012 : 
Une femme tient un écriteau qui revendique la justice fiscale et la transparence avant que le gouvernement n’augmente aveuglement les taxes pour équilibrer son budget. (Photo : Orlando Barria / EPA)

woxx : Depuis un certain nombre d’années, la lutte contre l’évasion fiscale, qui est pour ainsi dire le corollaire de la justice fiscale, est mise en avant de toute part. mehr lesen / lire plus

Listes DiEM25 : « Dans l’UE, contre cette Europe »

Le philosophe croate Srećko Horvat est candidat en Allemagne pour les élections européennes de mai prochain sur la même liste que Yanis Varoufakis. Les deux leaders de la coalition transnationale progressiste du Printemps européen entendent bousculer l’establishment bruxellois de l’intérieur.

Srećko Horvat, candidat aux Européennes aux côtés de Yanis Varoufakis. La candidature d’un grec et d’un croate doit signaler que la division Nord-Sud ou centre-périphérie n’a pas lieu d’être. (Photo : Oliver Abraham)

Chapeautée par le mouvement DiEM25 (Mouvement pour la démocratie en Europe 2025) de l’ex-ministre des Finances grec Yanis Varoufakis, la coalition du Printemps européen entend incarner une alternative à l’orientation néolibérale des institutions européennes et à leur technocratie. mehr lesen / lire plus

Berufseinstieg von Flüchtlingen und Asylbewerber*innen: Der Abgrund zwischen Theorie und Praxis

Der Hochschulzugang für Asylbewerber*innen und Flüchtlinge lässt in Luxemburg zu wünschen übrig. Für arbeitssuchende Flüchtlinge gibt es im Vergleich zwar mehr Maßnahmen, nur gehen die in der Praxis oft nicht auf. Fabienne Colling (Präsidentin und Direktorin von Touchpoints) sowie Martine Neyen (Projektleiterin bei Touchpoints) sehen Handlungsbedarf.

„Menschen ohne universitären Abschluss haben oft gar nicht erst die Möglichkeit, geeignete Berufe zu finden“, bedauert Fabienne Colling. (Fotos: Touchpoints asbl + Privat)

woxx: Wie leicht ist der Berufseinstieg für Flüchtlinge und Asylbewerber*innen in Luxemburg?


Fabienne Colling: Es gibt durchaus Maßnahmen, um die Betroffenen in Arbeit zu bringen. Nur laufen die entsprechenden Schritte dazu in der Praxis nicht reibungslos ab. mehr lesen / lire plus

Histoire : Sauvé trois fois

Comment se réveiller du cauchemar de l’histoire ? Portrait de G. H., 90 ans, seul survivant d’une famille juive originaire de Medernach.

Monument à la mémoire de la communauté juive de Medernach, entièrement disparue en déportation entre 1940 et 1945. (Photo : Wikimédia)

De tous les survivants de la Shoah que j’ai pu interviewer, G. H. est peut-être celui qui m’aura le plus marqué. Lorsque j’ai eu l’occasion, sous condition d’anonymat et après maintes hésitations de sa part, de rencontrer l’élégant homme de 90 ans (mais qui ne les fait pas) et son épouse dans leur appartement coloré et chaleureux du Limpertsberg, en juillet dernier, j’ai très vite compris que ce qui m’était donné à vivre s’apparentait moins à une interview qu’à une leçon de vie. mehr lesen / lire plus