„Dann machen wir alles in der Cloud“. Nichts, für das es derzeit keine eigene App gibt. Die ganze Redaktion trellot, slackt, mailt, skypt oder zoomt, was das Zeug hält. Doch halt, da will doch tatsächlich einer sein Interview per Fax gegenlesen? Und dann meldet Internetprovider eins sich für anderthalb Stunden einfach ab. Zum Glück gibt es noch eine uralte DSLVerbindung zu Provider zwei; so können wenigstens die Daten an die Druckerei versendet werden; wenn auch gefühlt im Schneckentempo. Die Freigrenze beim Online-Banking wiederum verlangt eine kluge Verteilung der Überweisungen auf verschiedene Konten … Papier ist da geduldiger. Home-Office ist toll, wenn es klappt. Aber mit einer ganz unbefrauten und unbemannten Redaktion wäre die gedruckte woxx in den zwei letzten
Wochen gänzlich abgestürzt. Zum Glück gilt die freie Presse (noch) als unverzichtbar. Und so schlängelt sich der eine oder die andere dann doch jeden Tag ganz legal an potenziellen Virenträger*innen vorbei ins ansonsten verwaiste Büro.
Die woxx in Prag
Die woxx hat seit dem Sommer ein neues und, wie wir finden, schöneres Zuhause im Netz. Was wir zu Beginn dieses Prozesses nicht wissen konnten: Die neue Website führte uns nach Prag zum „Media Innovation Summit“, auf dem jedes Jahr vier Dutzend Medien „innovative“ Projekte vorstellen. Eine Gelegenheit für die woxx-Mitarbeiterinnen Susanne und...

