Illegale woxx

Aufmerksame Leser*innen der gedruckten woxx von letztem Freitag werden sich vielleicht gewundert haben, weshalb am kommenden Sonntag, dem 2. Juni, in Luxemburg angeblich nur ein einziges kulturelles Event stattfinden soll. Die Erklärung ist einfach: Die Seite mit dem restlichen Sonntagsprogramm fehlt, weil sie wegen mehrfacher Umplanung, die auch den EU-Wahlen geschuldet war, im Eifer des Gefechts „verschluckt“ wurde. Die Bezieher*innen des PDF-Abos blieben von dieser „Zensur“ verschont: Sie wurden mit einer Ausgabe von insgesamt 41 (!) Seiten beglückt. Das Ganze ist ein nicht nur kosmetischer Fehler, denn die fehlende Seite enthielt das Impressum – mit allen Angaben zur Herausgeberschaft unserer Wochenzeitung. Trotzdem wäre die letzte woxx-Printausgabe nicht illegal. Zwar stellt es einen Verstoß gegen das Presserecht dar, wenn eine Zeitung ohne Impressum erscheint – jedoch nur, sofern die Unterlassung mit Vorsatz geschieht. Zum Glück heißt unser Premier nicht Viktor Orbán, der unseren faux-pas sicher als Vorwand genommen hätte, um das woxx-Kollektiv ab sofort im dunkelsten Staatsverlies darben zu lassen.


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