Eine Wochenzeitung zu produzieren, muss etwas unheimlich Gemütliches sein. Das sagen uns oft Tageszeitungs-, Fernseh- oder Radiokolleg*innen, die jeden Tag liefern müssen. Doch so gemütlich und stressfrei ist der Wochenrhythmus dann doch nicht. Die Angst, dass die Story, für die gerade recherchiert wird, bei Erscheinen der Zeitung schon überholt ist, begleitet einen statt eines Tages eine ganze Woche lang. Der Scoop vom Montag kann am Freitag eine „olle Kamelle“ sein, wenn die tagesaktuell arbeitende Konkurrenz ebenfalls davon Wind bekommt. Oder es ist einfach das Wetter, das seine Kapriolen schlägt: Eine lang diskutierte und vorbereitete Analyse zur anhaltenden Trockenheit wird ausgerechnet dann druckreif, wenn die ersten Regentropfen seit Wochen an den Redaktions- und Homeofficefenstern abperlen.
Ein Stipendium für unsere Spürnase
Investigativen Journalismus betreiben – diesen Wunsch hatte unsere Redakteurin María Elorza Saralegui schon während des Studiums. Nun hat sie erneut einen großen Schritt auf ihrem Weg gemacht.

