Ab kommender Woche empfängt eine neue Tagesklinik für Jugendpsychiatrie in Wiltz erste Jugendliche in psychischen Krisen. Das gemeinsame Angebot des Service national de psychiatrie juvénile und des Centre hospitalier du Nord wird eine Versorgungslücke für junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren im Norden des Landes schließen. Mit einer Kapazität von 15 Plätzen und einer geschätzten Verweildauer von rund drei Monaten – je nach individueller Situation und Krise – können so bis zu 48 Patient*innen pro Jahr betreut werden. Tageskliniken erleichtern den Übergang von stationärer Versorgung zu ambulanter Behandlung in niedergelassenen Praxen oder verhindern einen vollstationären Aufenthalt präventiv. Die Behandlung werde tagsüber in unterschiedlichen Therapieräumen des Gebäudes in Wiltz, das auch einen Raum für schulischen Unterricht bereithält, erfolgen. Abends sollen die Jugendlichen in ihr familiäres Umfeld zurückkehren können. In der psychiatrischen Versorgung von Jugendlichen sei eine enge Einbeziehung von Familie und Angehörigen zentral, erklärt der Jugendpsychiater Gerhard Ristow gegenüber der woxx. Eine heimatnahe Versorgung sei daher unerlässlich. Ristow wird in Wiltz als Teil eines interdisziplinären Teams aus Psychiater*innen, Psycholog*innen, Pflegefachpersonen sowie Musik- und Ergotherapeut*innen und Pädagog*innen arbeiten. Neben der Tagesklinik in Wiltz gibt es für Jugendliche weitere Angebote in Esch (zwölf Plätze) und in Luxemburg-Stadt (zwanzig Plätze). Für Erwachsene besteht derzeit eine psychiatrische Tagesklinik mit 47 Plätzen in Ettelbrück.
Albumtipp: Masquerade
Wie ein sich zuziehender Himmel verdunkelt sich das Debütalbum „Masquerade“ des irischen Quintetts „Cardinals“ graduell. Sind die Anfangsklänge noch schmissig-ausladend, kippt die Stimmung spätestens bei „Over at Last“, der als der fünfte der zehn Songs die Achse des Album bildet. Die Musik nimmt an Fahrt auf, die Gitarren drängen nach vorn...

