Per Rad auf den Spuren der Revolution

von | 18.05.2018

Marx, Barrikaden, Knäste, Anarchisten – eine von „pro velo“ angebotene Fahrradtour führt durch die Geschichte der sozialen Kämpfe in Brüssel.

Eine Plakette in der Rue Jean d’Ardenne 50 in Ixelles erinnert an den Ort, wo Karl Marx von Oktober 1846 bis Februar 1848 gewohnt und am Kommunistischen Manifest geschrieben hat. Das Haus, in dem er logierte, ist allerdings einem Bau neueren Datums gewichen, und auch die Adresse lautete zu seinen Zeiten anders: Rue d’Orléans 42. (Foto: Richard Graf)

Zwar ist bei uns nicht jedes Wochenende ein woxxenende. Doch am vergangenen Sonntag hat sich ein Teil der Redaktion in Brüssel auf die Spuren der revolutionären und sozialen Bewegungen in der belgischen Hauptstadt begeben. Das Wohnhaus von Marx (oder vielmehr dessen ursprünglicher Standort), die moderne Knastvision der Sozialutopisten, die historischen und aktuellen „batailles de la Marolle“ gegen Gentrifizierung und „bruxellisation“, die anarchistischen Gruppen der „Propaganda der Tat“, zu denen auch der in Brüssel geborene Schriftsteller und Revolutionär Victor Serge einst gehörte – es war ein wahres Potpourri der sozialen Kämpfe, das uns unser Guide Marc an diesem verregneten Tag präsentierte. Ob und was an den Kämpfen wirklich revolutionär ist, so erklärte uns der kluge Kopf, stelle sich allerdings immer erst im Nachhinein heraus.

Empfehlen können wir die von „pro velo“ organisierte Tour, die sich an dem von der Historikerin Anne Morelli herausgegebenen Band „Le Bruxelles des révolutionnaires“ orientiert, jedenfalls uneingeschränkt. Engagiert und kundig, und dabei nicht ohne Witz, führt Marc durch knapp 200 Jahre revolutionäre Brüsseler und belgische Geschichte. Die nächste programmierte Tour findet erst am 23. September 2018 statt. Doch wer ein klein wenig tiefer in die Tasche greift und selbst ein paar Leute zusammenbringt, kann die Rundfahrt auch individuell buchen. Richtig anstrengend ist die maximal 23 Kilometer lange, auf dreieinhalb Stunden angesetzte Tour übrigens nicht. Schließlich macht man an den verschiedenen Geschichtsorten ja jeweils eine Pause. Auch das Brüsseler auf und ab lässt sich so gut bewältigen. Und wer es noch bequemer will, der kann bei „pro velo“ ein E-Bike mieten.

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