Guillaume Giovanetti et Çağla Zencirci : Sans fil et en sifflant

Après avoir posé leur caméra au Japon puis au Pakistan, Guillaume Giovanetti et Çağla Zencirci font halte dans les montagnes qui bordent la mer Noire. « Sibel », le film que leur a inspiré le « village des oiseaux », est l’histoire d’une jeune femme pas comme les autres dans un endroit pas comme les autres.

Le regard vert de Sibel (Damla Sönmez) est de ceux qu’on n’oubliera pas de sitôt. (Photo : Pyramide distribution)

À Kusköy, il existe une tradition centenaire qui permet de se parler d’un versant de montagne à l’autre sans dépendre de la technologie moderne : la langue sifflée. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: The Announcement (Anons)

Mit „The Announcement“ hat der türkische Regisseur Mahmut Fazil Coşkun eine einzigartige Tragikomödie über die Zerbrechlichkeit von Macht geschaffen.

Auch wenn der 1963 in Ankara verübte Militärputsch im Vordergrund von„The Announcement“ steht, so handelt es sich doch nicht um einen historischen Film. Vielmehr fungiert das Ereignis als Ausgangspunkt für eine Aneinanderreihung skurriler Dialoge und Handlungsabläufe. Die ersten Szenen entsprechen in vielem dem Film-Noir-Genre: harte Licht-Schatten-Kontraste, peitschender Regen, bedrohliche Stimmung, klaustrophobische Innenräume. Zunehmend dominiert in „The Announcement“ das Seltsame und Skurrile. Der Plan, der vier im Zentrum stehenden Männer den Putsch über „Istanbul Radio“ zu verkünden, erweist sich nämlich als wesentlich schwieriger als erwartet. mehr lesen / lire plus

Anna Boden et Ryan Fleck : Captain Marvel

Même s’il met en scène la première femme à faire exploser le box-office avec une telle célérité, le film reste pourtant dans les schémas manichéens et superficiels. Pas sûr qu’à l’heure du #metoo, il suffise de retourner les clichés pour se trouver du bon côté de l’histoire.

L’évaluation du woxx : X
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Schon gestreamt? Leaving Neverland

Dan Reed hat dank zahlreicher Zeug*innenaussagen mit „Leaving Neverland“ einen der bisher vielschichtigsten und wichtigsten Beiträge zur MeToo-Debatte geschaffen.

James Safechuck und Jackson (© HBO)

„Leaving Neverland“ ist nur marginal ein Film über Michael Jackson. In erster Linie geht es um James Safechuck und Wade Robson, die als Kind jahrelang vom Sänger sexuell missbraucht wurden. In der vierstündigen HBO-Doku beschreiben sie detailreich ihr Verhältnis mit Jackson: wie sie sich kennenlernten, anfreundeten und sich eine Dynamik entwickelte, die selbst sie lange Zeit nicht als Missbrauch erkennen oder benennen konnten.

Die mittlerweile Mitte Dreißigjährigen erzählen von der enormen Bewunderung und Liebe, die sie als Kinder und Jugendliche für Jackson empfanden. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Ray & Liz

Ray & Liz“ zeigt Ausschnitte eines verkorksten Familienlebens. Zwischen Gewalt, subtilen Dramen und Hundepisse in Großaufnahme, entsteht ein Meisterwerk des Kunstfilms.

(c) Rob Baker Ashton

Es fällt schwer, einen Film mit Worten zu beschreiben, der selber mit wenig Dialog und Sprache auskommt. Die Gesichte der Familie Billingham wird kleinteilig erzählt. Es geht nicht um das große Ganze, sondern um konkrete Schlüsselmomente, um prägende Erinnerungen. Der Regisseur, Richard Billingham, hat ein Auge für Details: für die Fruchtfliegen, den Adamsapfel des Trinkers Ray, die dreckigen Fingernägel der resoluten Liz; für die Hundepisse, die über einen Briefumschlag läuft; für das Sonnenlicht, das durch die Bordüre der Vorhänge fällt; und für das dickflüssige Erbrochene, das vom Sofarand tröpfelt. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Greta

Beim Luxembourg City Filmfestival feierte der Thriller „Greta“ Vorpremiere. Eine Moderatorin pries ihn vor Filmbeginn als großartig an. Doch er entpuppte sich als Flop. Immerhin gibt es ein paar gute Ansätze.

Copyright: Metropolitan FilmExport

Stellen Sie sich vor, Sie finden eine Handtasche in einer New Yorker U-Bahn. Darin befinden sich unter anderem der Ausweis einer Mittfünfzigerin und Tabletten. Was tun Sie? Wahrscheinlich dasselbe wie die Protagonistin Frances: Sie suchen das Fundbüro auf. Das ist aber geschlossen. Frances besucht die Besitzerin der Tasche deswegen persönlich – und bleibt auf einen Kaffee.

So beginnt eine interessante Geschichte über das Verhältnis zweier Frauen, die beide unter dem Verlust von Familienmitgliedern leiden. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Ghosthunter

Eine Doku über einen Geisterjäger entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zum Psychogramm eines Menschen, der selbst von so einigen Gespenstern gejagt wird.

Jason King ist Geisterjäger. Zumindest am Wochenende, denn sein Geld verdient er als Nachtwächter im australischen Sydney. Der Dokumentarfilmer Ben Lawrence meldet sich bei ihm, nachdem er einen Zeitungsartikel über King gelesen hat, der dort eine Begegnung mit dem Geist seines verstorbenen Bruders schilderte. Schnell stellt sich heraus, dass King noch nicht lange wusste, dass er überhaupt einen Bruder hat, denn eigentlich ist er schon länger auf der Suche nach seinem Vater.

King kann sich nämlich kaum an seine Kindheit erinnern, weiß aber, dass er von Seiten seiner Eltern oft Gewalt erfahren hat – die Narben in seinem Gesicht trägt er immer noch. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Selfie

Der nur mit Smartphones gedrehte Dokumentarfilm „Selfie“ handelt von Verlust, Freundschaft und dem Leben in einer von Kriminalität geprägten Stadt.

© cineuropa.org

„Selfie“ beginnt mit einem Lied. Ein junger Mann filmt sich mit einem Handy während er singt. Irgendwann bricht er in Tränen aus. Diese sind, wie das Publikum wenig später erfährt, seinem Freund Davide Bifolco gewidmet, der 2014 von der Polizei mit jemandem verwechselt und erschossen worden war. Mit dem Ziel, einzufangen, was es bedeutet, seither in besagter Stadt zu leben, gab Regisseur Agostino Ferrente zwei im Stadtteil Rione Traiano in Neapel lebenden 16-jährigen Kindheitsfreunden Pietro Orlando und Alessandro Antonelli, ein Smartphone mit der Bitte, ihren Alltag zu filmen. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Pájaros de Verano

Als der Cannabis-Handel Ende der 1960er Kolumbien erreicht, zieht er eine Welle der Gewalt mit sich, die ganze Familien zerstört. „Pájaros de Verano (Birds of Passage)“ ist aber kein gewöhnlicher Film über kriminelle Clans.

Wer an Kolumbien und Drogen denkt, denkt vermutlich sofort an den Anbau und Handel mit Kokain. Allerdings war Ende der 1960er, als die Hippiekultur in den USA ihren Höhepunkt erreichte, eher Cannabis sehr gefragt. Rapayet (José Acosta), ein Angehöriger des indigenen Volkes der Wayuu, entdeckt den Cannabishandel als einträgliche Einnahmequelle. Diese benötigt er auch, denn er will Zaida (Natalia Reyes) heiraten und muss dafür eine Mitgift bezahlen. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Tchelovek kotorij udivil vseh (The Man Who Surprised Everyone)

Ein todkranker Wildhüter in Sibirien findet weder in der Schulmedizin noch bei einer Schamanin Hilfe. Es folgt eine Lektion über Geschlecht und deren Wahrnehmung in der russischen Provinz.

Der Wildhüter Yegor Korshunov (Evgeniy Tsyganov) ist ein geschätzter und respektierter Mann in einem kleinen Dorf in Sibirien, in dem er mit seiner schwangeren Frau und ihrem gemeinsamen Sohn einen kleinen Hof bewohnt. Als er eines Tages zwei Wilderer tötet, ändert auch das nichts an seiner Beliebtheit.

Die zeigt sich auch, als die Dorfbewohner*innen Geld sammeln, um ihm einen kostspieligen Arztbesuch zu ermöglichen. Yegor ist nämlich todkrank – er hat Krebs und keine Aussicht auf Heilung, sein Arzt gibt ihm noch höchstens zwei Monate. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Anthropocene: The Human Epoch

Hat der menschliche Einfluss auf unseren Planeten geologische Ausmaße? Eine Dokumentation versucht, diese Frage zu illustrieren. Leider hat sie einige Mängel.

Foto: Edward Burtynsky, courtesy Nicholas Metivier Gallery, Toronto

Seit einigen Jahren gibt es unter Wissenschaftler*innen eine Debatte darüber, ob wir nicht mehr im Holozän, sondern in einer neuen geologischen Epoche leben, dem Anthropozän. Die Begründung: Wir Menschen haben unseren Planeten derart stark verändert, dass dies als geologische Schicht erkennbar sein wird. Der Dokumentarfilm „Anthropocene: The Human Epoch“ zeigt Orte auf der Erde, wo diese Veränderungen besonders sichtbar sind.

Verschiedene Kapitel decken unterschiedliche Aspekte des Anthropozän ab: Umgestaltung von Landschaften, Extraktion von Ressourcen, die Schaffung neuer Materialien, Klimawandel und Artensterben. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: The Realm (El reino)

Dem Politthriller „The Realm“ gelingt das scheinbar Unmögliche: Das Publikum mit einem zutiefst unmoralischen und unnahbaren Protagonisten mitfühlen zu lassen.

© Warner Bros

Rodrigo Sorogoyen scheint ganz genau zu wissen, wie viel er seinem Publikum zutrauen kann. Schnelle, dialoglastige Sequenzen stehen in „The Realm“ im perfekten Gleichgewicht zu langsameren, handlungsfokussierteren Szenen. Die Informationen, die man braucht, um die Geschehnisse nachvollziehen zu können, sind über den ganzen Film verteilt, was einerseits bedeutet, dass das Publikum nicht gleich zu Beginn des Films überfrachtet wird, andererseits aber auch, dass es geduldig sein muss.

Der Film erzählt die Geschichte des fiktionalen Politikers Manuel Lopez-Vidal (Antonio de la Torre). mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Home Games

Der Dokumentarfilm „Home Games“ porträtiert das Schicksal einer jungen Ukrainerin, die sich zwischen dem Traum einer professionellen Fußballkarriere und einem prekären Privatleben durch den Alltag kämpft.

(Bild: Syndicado)

In manchen Fenstern brennt noch Licht, andere sind dunkel. Aus dem Off hört man eine junge Frauenstimme, die eine Geschichte erzählt: Ein Märchen über ein Mädchen, das zum Geburtstag magische, goldene Fußballschuhe geschenkt bekommt, die es zur Torkönigin machen. Ein Märchen ist das Leben der 20-jährigen Alina, die ihrem kleinen Halbbruder die Geschichte vor dem Einschlafen erzählt, nicht. Sie wuchs ohne Mutter auf, kümmert sich zusammen mit ihrer Großmutter um ihre zwei kleinen Halbgeschwister und schlägt sich mit deren alkoholkrankem Vater herum. mehr lesen / lire plus

Adam McKay : L’Amérique de Dick Cheney

Dans son nouveau film, « Vice », Adam McKay prend à partie Dick Cheney. L’ancien vice-président de George W. Bush y est présenté comme un manipulateur cynique, assoiffé de pouvoir – un pamphlet féroce, documenté et rythmé, servi par une distribution impeccable.

Le cowboy-président et son ministre du vice – et l’on croyait encore que le pire aurait pu nous arriver…

Dans « Vice », le double sens du titre annonce la couleur : Dick Cheney, vice-président et président du vice. Pourtant, il partait de loin. Viré de Yale en 1963 pour ivrognerie et manque d’assiduité, Cheney doit retourner au milieu de nulle part dans son Wyoming natal. mehr lesen / lire plus

Josie Rourke : Mary Queen of Scots

Même intronisées, les femmes du 16e siècle restaient à la merci d’une société orchestrée par les pouvoirs patriarcaux. C’est la leçon la plus importante à tirer de ce tableau historique, filmé avec grâce et desservi par de bonnes actrices – même si la fin est connue.

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Bo Burnham: Smells like Teen Angst

Wie ist es, in den 2010er-Jahren ein 13-jähriges Mädchen zu sein und an einer Angststörung zu leiden? „Eighth Grade“ nimmt sich des Themas erfreulich ehrlich und differenziert an.

Kayla verbringt viel Zeit und Energie damit, sich mit Menschen anzufreunden, die sich nicht im geringsten für sie interessieren. (© Interview Magazine)

„Hey guys, it’s Kayla again, back with another video. […] So, the topic of today’s video is being yourself.” „Eighth Grade” fängt mit einem Youtube-Video an und es folgen viele weitere, bevor der Film auch wieder mit einem solchen aufhört. Die Autorin derselben, Kayla (Elsie Fischer), geht in die titelgebende achte Klasse. mehr lesen / lire plus

David Lowery : The Old Man and the Gun

Le vétéran Robert Redford fait le boulot en braqueur de banques comme on n’en fait plus, systèmes de sécurité modernes obligent. Le grain de la pellicule accentue le côté vintage, les seconds rôles sont impeccablement tenus et surtout, l’absence relative de violence sur un tel sujet est singulièrement reposante.

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Im Kino: If Beale Street Could Talk

„If Beale Street Could Talk“ soll sowohl ein Film über Rassismus als auch ein überlebensgroßes Liebesdrama sein. Trotz hervorragender Schauspieler*innen und wunderschöner Bildsprache geht die Rechnung aber nur bedingt auf.

Tish und Fonny stehen symbolisch für die von Rassismus bedrohte Unschuld und Gutmütigkeit. (© 2018 Annapurna Pictures)

Ein junger Mann namens Daniel (Brian Tyree Henry) sitzt im Wohnzimmer seines besten Freundes. Vor kurzem wurde er nach zweijähriger Haft entlassen, eine Erfahrung, die ihn nachhaltig traumatisiert hat. “The white man has got to be the devil. He sure ain’t a man”. Als Daniel mit diesem Satz seinen Eindruck auf den Punkt bringt, ist das kein Ausdruck von Abscheu oder Hass, sondern von Fassungslosigkeit: Daniel versteht einfach nicht, wie Menschen zu dem fähig sein können, was sie ihm im Gefängnis angetan haben. mehr lesen / lire plus

Robert Rodriguez : Alita: Battle Angel

Pour aimer le film, mieux vaut compter parmi les adeptes de science-fiction en général ou du manga dont il est tiré en particulier. Car s’il arrive à faire croire à ce 26e siècle tourmenté, notamment grâce à son héroïne cyborg en motion capture, Robert Rodriguez ne brille pas par la construction du scénario.

L’évaluation du woxx : X
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Antoine Raimbault : Zones d’ombre

Dans son premier film, « Une  intime conviction », Antoine Raimbault revient sur l’affaire Viguier. Servi par d’excellents acteurs, il éclaire avec subtilité les zones grises du système judiciaire. Toutefois, sa tendance à se disperser rend son histoire difficile à comprendre.

Une histoire pas très claire qui risque de broyer des vies entières : « Une intime conviction » est basé sur des faits réels.

Le 27 février 2007, Suzanne Blanch disparaît. Malgré l’absence du corps et de toute preuve, son mari, Jacques Viguier, professeur de droit à l’université de Toulouse, est accusé de l’avoir tuée. Après un premier procès, il est acquitté, mais le parquet fait appel. mehr lesen / lire plus