Heavy Metal als Forschungsobjekt: Spannende Gratwanderung

Ästhetisch oft interessant, bisweilen jedoch auch sehr problematisch: so beschreibt der britische Soziologe und Musikkritiker Keith Kahn-Harris die versuchte Grenzüberschreitung in den extremen Spielarten des Heavy Metal. Im Gespräch erzählt er, wie man über Metal schreibt – und was in diesem Genre meist nicht zur Sprache kommt.

Ist nicht nur Experte für 
Heavy Metal-Musik, 
sondern auch für die jüdische Gemeinde Großbritanniens: 
der Soziologe Keith Kahn-Harris. (Foto: Zoe Norfolk)

woxx: Sie gelten als einer der führenden Experten der Heavy Metal Studies. Wie sind Sie zu diesem Forschungsbereich gekommen, der ja doch recht exotisch klingt?


Keith Kahn-Harris: Ich habe 1996 mit meiner Doktorarbeit begonnen und dabei verschiedene Szenen des „Ex
treme Metal“ (der im Unterschied zum eher kommerziell orientierten „Mainstream-Metal“ auf eine möglichst radikale Ästhetik zielt, Anm. mehr lesen / lire plus

Ryanne van Dorst und Dool: “Ich war ein sehr wütender Mensch”

Sie gelten als „Band der Stunde“ und werden über Genres wie Postpunk, Metal und Alternative hinweg als Live-Sensation gefeiert: die Rocker*innen von „Dool“ aus Rotterdam. Diesen Freitag erscheint das neue Album und wird den Fans den Lockdown erträglicher machen. Ein Gespräch mit Ryanne van Dorst, Sängerin und Gitarristin der Band.

Bevorzugen es düster: die Dark-Rocker Dool aus Rotterdam. Der Bandname leitet sich vom niederländischen Wort für „Umherwandern“ ab. (Bild: Marc Nolte)

woxx: Wie geht es dir im Covid-19-
Lockdown?


Ryanne van Dorst: Ich habe eine schöne Wohnung und war beruflich das letzte halbe Jahr über unterwegs, daher genieße ich es sogar, zuhause zu sein. mehr lesen / lire plus

Total Black Hell

Black History Month in Nordamerika – die woxx macht mit: Part I einer dreiteiligen Serie über frühe Punk- und Metal-Bands, die sich ausschließlich aus Schwarzen rekrutierten.

Waren eine der ersten Punk-Bands überhaupt: Das Detroiter Gebrüder-Trio “Death”. Von links nach rechts: David, Bobby und Dannis Hackney. (Foto © Tammy Hackney)

Kaum zu glauben, aber bald zehn Jahre ist es nun schon her, seit das eher für Antifolk renommierte Label „Drag City“ dem Publikum eine Flaschenpost aus den Siebzigerjahren vor den Latz geknallt hat: Eine LP, die bereits 1975 eingespielt worden war! Damals war die Welt im Disco-Fieber, und niemand hatte sich für die sieben wütenden Geniestreiche interessiert. mehr lesen / lire plus

Lärmender Wintergeist

Konzept mit Sogwirkung: beim „Winter Ghost“ in Gent gab’s Kunst und Krach im Karussell.


Fand am vergangenen Samstag bereits zum dritten Mal statt: das Winter Ghost-Festival in Ghent. (Bildquelle: Winter GHOST Gent)

Man nehme vier um einen Platz gruppierte Locations, ein Dutzend Bands, eine Handvoll Getränke- und Food-Trucks – und fertig ist das Winter-Festival. Das für seine lebendige Musikszene bekannte Gent wusste am vergangenen Samstag mit dieser schönen Idee aufzuwarten: Bereits zum dritten Mal fand das so genannte „Winter Ghost“-Festival statt, bei dem nicht nur rund um die St. Jakobskirche, sondern auch innerhalb ihrer Mauern um die Wette gelärmt wurde. mehr lesen / lire plus