Waljagd auf den Färöern: Knast für AktivistInnen?

von | 17.08.2015

Schon seit einigen Jahren stellt sich die Meeresschutzorganisation „Sea Shepherd“ dem massenhaften Töten von Grindwalen auf den Färöer-Inseln entgegen. Unter dem Motto „Grindstop“ begeben sich alljährlich AktivistInnen der Organisation auf die Inseln, dokumentieren die Jagden und versuchen, die Tiere von den Küsten zu vertreiben. Auch LuxemburgerInnen – Sea Shepherd hat seit 2013 eine Zweigstelle in Luxemburg – befinden sich regelmäßig unter den AktivstInnen. Doch gibt es auf den Färöer-Inseln seit diesem Jahr ein neues „Grindwalgesetz“, durch das jedeR, der/die eine Gruppe Grindwale sichtet, gezwungen ist, dies den Behörden mitzuteilen. Einem Luxemburger Aktivisten, Kevin Schiltz, und vier seiner MitstreiterInnen wurde das zum Verhängnis: Am 23. Juli wurden sie wegen Verstoßes gegen das Gesetz festgenommen und zu Geldstrafen zwischen 670 und 4.690 Euro oder Gefängnisstrafen von acht bis 14 Tagen verurteilt. Die AktivistInnen weigern sich, die Strafe zu bezahlen. Das Außenministerium ließ durchblicken, eine Lösung könnte vielleicht auf diplomatischem Wege gefunden werden. Sea Shepherd Luxemburg ruft jedenfalls für diesen Freitag, 18 Uhr zu einer Mahnwache vor dem Dänischen Konsulat (1, rue Jean-Pierre Brasseur, Luxemburg) auf.

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