Wann ist ein Astronaut ein Astronaut?

von | 28.10.2018

Mit „First Man“ versucht Regisseur Damien Chazelle uns den Menschen Neil Armstrong näherzubringen. Wirklich überzeugend ist der Film aber in erster Linie in den Actionszenen.

outnow.ch

Wahnsinnsgeschwindigkeit, immense Höhe, rasender Puls, freier Fall, Chaos – die ersten Minuten von Damien Chazelles „First Man“ setzen den Ton. Doch nicht nur das: Sowohl Kameraarbeit, Sounddesign als auch Spannungsdramaturgie geben einen guten Vorgeschmack auf die Qualität dieser Filmproduktion.

1967: Die Vorbereitungen für die erste Mondlandung laufen auf Hochtouren. Bei den teils lebensgefährlichen Tests tut sich besonders ein junger Astronaut hervor, der folglich zum Leader der Mission erklärt wird: Neil Armstrong (Ryan Gosling).

„First Man“ gibt einen detaillierten Einblick in die Zeit vor der Mond-Mission. Gezeichnet wird das Bild eines Mannes, den nichts, aber auch gar nichts, von seinem Ziel abhalten kann – weder physische noch psychische Strapazen. So unerlässlich Armstrongs eiserne Disziplin und emotionale Distanz für seinen Beruf auch sind, so sehr verhindern sie zugleich Nähe und Kommunikation mit seiner Ehefrau (Claire Foy) und seinen Söhnen.

In zahlreichen Sequenzen wird versucht, dem Publikum den Menschen „Neil“ näherzubringen, eine wirkliche emotionale Anteilnahme stellt sich aber lediglich in den alles andere in den Schatten stellende Actionszenen dar. Die dezidiert subjektive Kameraperspektive verfrachtet uns unmittelbar in Neils Erleben: Wir sitzen mit ihm im Cockpit, betreten mit ihm den Mond. Als visuelles Spektakel funktioniert der Film hervorragend, die zwischenmenschlichen Aspekte fallen dagegen ein wenig ab.

„First Man“ ist unterhaltsames, ambitioniertes Actionkino, mehr sollte man sich von diesem Film auch nicht erwarten.

Dat kéint Iech och interesséieren

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #384 – Klimagipfel zu Santa Marta

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. Vill Staate sinn enttäuscht dovunner, datt d‘Verhandlungen op den UN-Klimagipfelen esou lues viru kommen. Dowéinst hunn sech Enn Abrëll 57 Länner zu Santa Marta a Kolumbie getraff, fir iwwert den Austrëtt aus fossillen Energien ze schwätzen. Dobäi goung et net...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #383 – Wéi Russland vum Irankrich profitéiert

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. Russland war virum Irankrich wirtschaftlech ënner Drock: niddreg Uelegpräisser, ee Wuelfaartsfong, deen ëmmer méi kleng ginn ass a strukturell Problemer duerch d'Krichswirtschaft. Mee zënter den Ugrëffer vun den USA an Israel op den Iran an der Eskalatioun vun...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #382 – Kënschtlech Intelligenz: Falsche Frënd

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. Vill Jonker benotze kënschtlech Intelligenz net nëmme fir d'Schoul oder Informatiounen, mee och als Gespréichspartner – heiansdo souguer als Ersatz fir Frëndschaften. Mat der Campagne „AI ≠ Human“ wëll d’Regierung Jugendlecher dozou bréngen, kritesch mat...