Weiter Kritik an „Google“ in Bissen

von | 12.12.2025

Der „Mouvement écologique“ (Méco) kritisiert abermals das geplante Rechenzentrum von „Google“ in Bissen. Der US-Konzern firmiert in Luxemburg unter dem Namen „London Bridge“. Unter diesem Namen sind auch die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung auf der Website des Umweltministeriums veröffentlicht worden. Die NGO wertet das als Zeichen mangelnder Transparenz. Und sieht sich in ihrer bisherigen Einschätzung bestätigt: Aus der Expertise geht eindeutig hervor, dass für die viel kritisierte Kühlung des Rechenzentrums mit Wasser nicht ausreichend davon vorhanden sei. Daher sei nun eine Luftkühlung geplant. Allerdings fehlten Angaben, was mit der entstehenden Abwärme passiere und ob diese genutzt werde, so der Méco. Genaue Daten zum Energieverbrauch fehlen. Google stuft diese als Betriebsgeheimnis ein. Die Umwelt-NGO fordert für den Verbrauch klare behördliche Vorgaben. Die werden allerdings so schnell nicht kommen, wie die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage verrät. Die LSAP-Abgeordneten Ben Polidori, Franz Fayot und Georges Engel hatten sich, angestoßen von einem Artikel der woxx, erkundigt, ob strengere Vorgaben für den Energieverbrauch von Rechenzentren in Luxemburg vorgesehen seien. Die Regierung warte auf die EU-Kommission, so die Antwort von Energieminister Lex Delles (DP). Laut der Energieeffizienz-Direktive solle sie entsprechende Vorgaben machen. Bis dahin ermutige man die Betreiber*innen, so effizient wie möglich zu sein und auf erneuerbare Energien zu setzen.

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