Zugegeben: Diese Leute wissen schon, wie man anderen eine Freude macht. Nachdem sie unserem Premierminister den „Millenniumspreis“ verliehen hat, kommt die Hilfsorganisation „Care-Deutschland“ Luxemburg auch auf einem ganz anderem Weg nahe. Seit dem 1. November in „Care Deutschland-Luxemburg“ umbenannt, wird die NGO eine Geschäftstelle im Großherzogtum eröffnen. Kurzerhand wurden zwei CSV-nahe Persönlichkeiten in den Vorstand gewählt und schon kann „Care DL“ beim luxemburgischen Entwicklungsministerium Gelder beantragen. Mit einem Umsatz von 160 Millionen Euro im Jahr gehört die NGO aber sowieso zu den besser ausgerüsteten in Europa. Man kann sich fragen, welches Ziel damit verfolgt wird, auch noch in Luxemburg an die Tür zu klopfen – einem der seltenen Länder, die wirklich 0,7 Prozent des Bruttoinlandproduktes in Entwicklungshilfe stecken – und auch, welche Konsequenzen dies für die kleineren einheimischen NGOs haben wird.
Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg
Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

