Jazz: Charlie Haden

von | 22.11.2002

American Dreams

Révolutionnaire assagi

(jitz) – C’est joli, rose bonbon et bien sucré, tout comme si l’ex-révolutionnaire voudrait se cuirasser contre les atrocités de ce monde par un épais sirop musical douceâtre. Car Charlie Haden était, il y a 30 ans, en première ligne du front des musiciens engagés pour des causes sociales et politiques. C’était le temps du „Liberation Music Orchestra“ et de la guerre du Vietnam. Aujourd’hui, alors que sa patrie est friande de nouvelles guerres, Charlie Haden interprète sans aucune connotation ironique, le patriotique „America the beautiful“. D’un point de vue musical, ce CD de ballades est bien ficelé – facile, avec des musiciens comme Brad Mehldau, Michael Brecker et Brian Blade -, mais cet excès d’harmonie provenant de la part d’un contestataire d’antan est tout de même assez surprenant.

Charlie Haden. American Dreams. Verve 064096-2

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Reden für die Menschlichkeit

„Die Rede ist ein performatives Genre mit dem Charakter einer Produktwerbung, aber für eine Idee“, schreibt Saša Stanišić im Vorwort seiner Redensammlung „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Ziel der Rede sei es, das Publikum dazu zu bringen, diese Idee in die Welt hinauszutragen. Gleich die erste der...

KINOKULTURTIPP

Im Kino: The Chronology of Water

Kristen Stewart gibt mit „The Chronology of Water“ ein kompromissloses Regiedebüt. Die Adaption von Lidia Yuknavitchs Memoiren überzeugt jedoch weniger durch formale Konsequenz als durch die intensive Präsenz von Hauptdarstellerin Imogen Poots. Mit „The Chronology of Water“ legt Kristen Stewart ihr Regiedebüt vor – und zwar keines, das sich...

KULTURTIPP

Podcasttipp: Im Grunde wäre ich lieber Gedicht

Der schwelgerische Titel „Im Grunde wäre ich lieber Gedicht“ des Poesie-Podcasts des Münchner Lyrik Kabinetts setzt den Ton: Folge um Folge huldigt die Reihe der ältesten aller literarischen Gattungen, der Dichtung. Im Zwiegespräch mit dem Lyriker und Literaturvermittler Tristan Marquardt setzen die eingeladenen Poesie-Expert*innen zwar selten...

KULTURTIPP

Willis Tipps: Januar 2026

Slowakische Roma-Musik Júlia Kozáková kommt aus der Slowakischen Republik und ist eine herausragende junge Sängerin, die Jazz und Flamenco kennt, aber vor allem den Gesang der Rom*nja perfekt beherrscht. Selbst keine Romni, ist sie aber in früher Jugend bereits in den Gesang dieser Bevölkerungsgruppe eingeführt worden. 2022 veröffentlichte sie...