Jazz: Charlie Haden

von | 22.11.2002

American Dreams

Révolutionnaire assagi

(jitz) – C’est joli, rose bonbon et bien sucré, tout comme si l’ex-révolutionnaire voudrait se cuirasser contre les atrocités de ce monde par un épais sirop musical douceâtre. Car Charlie Haden était, il y a 30 ans, en première ligne du front des musiciens engagés pour des causes sociales et politiques. C’était le temps du „Liberation Music Orchestra“ et de la guerre du Vietnam. Aujourd’hui, alors que sa patrie est friande de nouvelles guerres, Charlie Haden interprète sans aucune connotation ironique, le patriotique „America the beautiful“. D’un point de vue musical, ce CD de ballades est bien ficelé – facile, avec des musiciens comme Brad Mehldau, Michael Brecker et Brian Blade -, mais cet excès d’harmonie provenant de la part d’un contestataire d’antan est tout de même assez surprenant.

Charlie Haden. American Dreams. Verve 064096-2

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Altern

2024 erschienen, ist der Essay „Altern“ von Elke Heidenreich zwar keine Neuerscheinung mehr, doch macht ihn seine Universalität, neben einem lesenswerten Stück Literatur, auch zu einem zeitlos relevanten Beitrag über ein Thema, das viele Menschen etwas angeht: das Altwerden.

KULTURTIPP

Buchtipp: Wenn die Welt brennt

Fiona Sironics Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ ist in einer Zukunft angesiedelt, die unserer Gegenwart vielleicht näher ist, als wir es wahrhaben wollen.

KULTURTIPP

Expotipp: Theatre of Cruelty

Das monotone, disharmonische Klaviergeklimper im Treppenaufgang zu den Ausstellungsräumen signalisiert den Besucher*innen bereits: Das hier wird unangenehm. Der durch dunkle Vorhänge abgetrennte Hauptsaal führt in die Welt der Grausamkeit des französischen Künstlers Antonin Artaud (1896–1948), der in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine...

KULTURTIPP

Buchtipp: Reden für die Menschlichkeit

„Die Rede ist ein performatives Genre mit dem Charakter einer Produktwerbung, aber für eine Idee“, schreibt Saša Stanišić im Vorwort seiner Redensammlung „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Ziel der Rede sei es, das Publikum dazu zu bringen, diese Idee in die Welt hinauszutragen. Gleich die erste der...