Realjournalismus

von | 29.11.2007

Jetzt ist es also soweit: Luxemburg hat seine zweite Gratis-Tageszeitung und die meist frequentierten Bürgersteige sind entsprechend mit jeweils zwei Verteilerkästen verbarrikadiert. Während beim „L’Essentiel“ das Wesentliche, sprich die weniger verhüllten Damen auf der Seite Eins erscheinen, gibt sich das Pendant der Bistumspresse etwas zurückhaltender: Hier muss mann schon einige Seiten weiter suchen, um die Kylies, Shakiras usw. in Augenschein nehmen zu können. Wagemutiger ist der „Point24“, wenn es um publizistische Scoops geht. So wurden in der ersten Ausgabe, die am Dienstag erschien, erstmals die vollen Namen der beiden als Bombenleger verdächtigten Polizisten veröffentlicht. Die seriöse Wort-Redaktion konnte so genüsslich auf die – gratis mitverteilte – Schwesterzeitung verweisen, ohne gleich beim Hauspfarrer zur deontologischen Beichte erscheinen zu müssen. Anders als noch im Sommer in einem Paperjam-Interview versprochen, musste sich der Sankt-Paulus-Chef dem Dikta der ökonomischen (Un-)Vernunft, beugen. Bei Gratiszeitungen entscheidet nicht die journalistische Qualität, sondern die ökonomische Durchsetzungsfähigkeit. Ob die grauen oder die blauen Kästen als erstes abmontiert werden, darüber darf nach Lust und Laune spekuliert werden.

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