Eurosolar: Mehr Wind, mehr Licht!

von | 29.04.2011

Harsche Kritik an der Energiepolitik der Regierung übte die NGO Eurosolar bei einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag. Mit „fadenscheinigen Argumenten“ habe sie die EU überzeugt, dass Luxemburg bis 2020 nur einen Anteil an erneuerbaren Energien von 11 statt 20 Prozent schaffen könne. Die Regierung wolle nicht wirklich in erneuerbare Energien investieren und setze im Strombereich massiv auf Biomasse statt auf Windenergie und Photovoltaik. Eurosolar rechnet vor, dass man durch einen Ausbau dieser beiden Energieressourcen durchaus einen Ökostromanteil von 20 Prozent am Gesamtverbrauch erreichen kann. Dazu müsse man endlich einen „plan sectoriel“ für die Windenergie erstellen und die Rahmenbedingungen für Photovoltaikanlagen verbessern. Letztere Forderung bezieht sich interessanterweise nicht auf die Höhe der Einspeisevergütung, die laut Eurosolar sogar gesenkt werden müsste, um eine „Überhitzung des Marktes“ zu verhindern. Es geht vielmehr um administrative Hürden und Schikanen seitens des Netzbetreibers Creos. Längerfristig geht Eurosolar davon aus, dass man ganz auf Strom aus fossilen Quellen verzichten kann, und schreibt: „Luxemburg ist zu 100 Prozent erneuerbar!“ Damit das wahr wird, müssen sich tatsächlich so manche Strukturen und Institutionen zu hundert Prozent erneuern …

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