Gut 350 Personen hatten bis Mittwoch die von Studierenden des „Master in Lernen und Entwicklung in mehrsprachigen und multikulturellen Kontexten“ an der Universität Luxemburg initiierten Online-Petition unterschrieben. Darunter die Mehrheit der Studierenden des Studiengangs, ForscherInnen an der hiesigen Uni, Vertreter diverser Ministerien aber auch ProfessorInnen zahlreicher Unis aus Europa und Übersee. Es geht um die von der Uni-Leitung verweigerte Weiterbeschäftigung der Programm-Direktorin Gudrun Ziegler, die den erwähnten Masterstudiengang von Beginn an aufgebaut hat und deren befristeter Vertrag am 31. August ausgelaufen ist. Eine unbefristete Anstellung wird der Linguistin verwehrt, da die dafür durchgeführte Bewertung nicht ausreichend positiv ausgefallen sei, so der Michel Margue, Dekan des Campus Walferdange, gegenüber dem Lëtzebuerger Land. Die Evaluierung selber wurde Ziegler nicht zugänglich gemacht. Sie klagt jetzt vor dem Zivilgericht für ihre Weiterbeschäftigung. Ihre StudentInnen und UnterstützerInnen halten seit Mittwoch jeweils in der Mittagspause offene „Wir LERNEN“-Treffen auf Campus Walferdange ab, um so ihrer Petition Nachdruck zu verleihen. Der Wunsch der Protestierenden, in einer Art Moratorium Gudrun Ziegler vorläufig weiter zu beschäftigen bis die rechtlichen Fragen geklärt sind, dürfte nicht Erfüllung gehen, da der zweite Mann in Walferdange, Vizedekan Georges Steffgen, wort-online gegenüber betonte, über genügend Personal im Fachbereich zu verfügen, um die „Studenten ordentlich zu betreuen“ und die Position der Direktorin mit einer Person neu zu besetzen, die „Erfahrung und Kompetenz mitbringt“.
Menschenrechte: Verhärtete Fronten im Parlament
Am vergangenen Mittwoch lieferten sich die Justiz-, Innen- und Familienkommissionen eine hitzige Debatte über zwei umstrittene Gesetzesprojekte: einerseits den Entwurf für die Kriminalisierung einer „aggressiven Bettelei“, andererseits jenen für einen verschärften Platzverweis. Die LSAP hatte ihre Anfrage bereits vor über vier Monaten...

