Schneewittchen-Äpfel gefällig?

von | 30.01.2026

Eine Studie von Pan Europe zeigt, dass die Mehrheit von Äpfeln in der EU mit einem „Cocktail“ von Pestiziden belastet sind. (Bild: GrangerJHermione, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons)

Eine europaweite Analyse der NGO „Pan Europe“ hat Pestizidrückstände in 93 Prozent der getesteten Äpfel gefunden. Insgesamt wurden 59 Proben aus 13 Ländern entnommen, darunter auch von drei Äpfel aus konventionellem Anbau in Luxemburg. Die Mehrheit enthielt dabei Rückstände mehrerer Pflanzenschutzmittel. Hier ist das Großherzogtum laut dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht EU-Spitzenreiter: Mit bis zu sieben verschiedenen Insektiziden und Fungiziden sei ein in Luxemburg angebauter Apfel belastet, darunter auch mit dem Antipilzmittel „Captan“, das unter dem Verdacht steht, krebserregend zu sein und dem PFAS-Pestizid „Fludioxonil“, das als giftig für die menschliche Leber und Niere gilt. Dies „weist auf eine kumulative Exposition hin, deren Auswirkungen jedoch noch nicht genau bekannt sind“, so Martine Dermine von Pan Europe auf einer Pressekonferenz. Doch damit nicht genug: 36 Prozent der Proben seien mit nervenschädigenden Mitteln belastet. Auch hier sind die luxemburgischen Äpfel betroffen, weshalb der „Mouvement écologique“, der die Proben beisteuerte, von einem „Cocktail von Schadstoffen“ spricht. In einem Presseschreiben erinnert die NGO an die verschiedenen Studien der letzten Jahren, die PFAS- und Pestizidrückstände in einer Reihe von Lebensmitteln und in Gewässern hierzulande fanden. „Wie viele gesundheitsschädliche Giftstoffe müssen wir noch tagtäglich durch unser Essen zu uns nehmen, bis die Regierung endlich handelt?”, fragt der Méco und fordert „konkrete Maßnahmen“. So müsse die Regierung unbedingt den Bio-Anbau fördern und sich klar gegen einen neuen Omnibus-Vorschlag der EU-Kommission positionieren. Diese plant, die regelmäßigen EU-weiten Risikobewertungen für Pestizide abzuschaffen.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

La mémoire coûte plus cher

Les data centers pour l’intelligence artificielle sont gourmands en énergie et en eau, laissant présager de sérieuses tensions sur la disponibilité de ces ressources si les investissements se poursuivent au rythme actuel. Le Statec relève un autre effet pervers du développement de l’IA.

NEWSURBANISMUS

„ProVelo“ will Taten sehen

m 20. Oktober präsentierte die Stadt Luxemburg ein neues Konzept für die sanfte Mobilität, die im Rahmen des neuen Mobilitätsplans. Darin sind die Ziele, die die Hauptstadt bis 2035 erreichen will, festgelegt. Dazu gehört, dass das Radverkehrsnetz ausgebaut und optimiert werden soll.

NEWSSOZIALES

Big Brother : Gloden rattrapé par la patrouille

Le Conseil d’État étrille le projet de loi sur la reconnaissance automatique des plaques d’immatriculation par des caméras, présenté par Léon Gloden. Trop imprécis et potentiellement attentatoire aux libertés, juge l’institution. Mais le ministre des Affaires intérieures endosse sans peine le costume du « bad cop ».

NEWS

FORUM 452 : Nos villages

Habiter. C’est autour de cette idée que pourrait se lire le numéro de novembre de « Forum », qu’il s’agisse du rapport à un lieu, à une communauté ou à une époque. Le dossier principal « Nos villages » retrace, à travers l’exemple de Berbourg, les profondes transformations du monde rural luxembourgeois au cours du dernier demi-siècle.