(avt) – Der neue Generalsekretär heißt Laurent Zeimet oder Serge Wilmes. Und Marc Spautz lauert als einziger Kandidat auf den Vorsitz. Große personelle Überraschungen wird der bevorstehende CSV-Parteitag wohl kaum bringen. Doch klar scheint: in der Basis und innerhalb der jungen Garde brodelt es. Schon direkt nach der Regierungsbildung hatte der Nachwuchs anlässlich einer Table-Ronde von Forum offen Kritik an der Parteibasis geübt. In den letzten Monaten sind diese Töne lauter geworden. Deutliche Worte fand so der neue CSJ-Präsident Charel Hurt im RTL-Morgengespräch am Donnerstag. In einem Positionspapier geht der Jugendverband denn auch mit der Vaterpartei ins Gericht. Die Kernbotschaft: Es werde nach außen hin Geschlossenheit zelebriert, doch mangele es an Dialog. Mehr politische Debatte und mehr „Basisdemokratie“ heißt es. Dreht sich der Wind? Wohl kaum vor dem 7. März. Dann erst wird klar, ob Juncker EVP-Kandidat für die Kommissionspräsidenz wird. In der Frage hält sich selbst die deutsche Kanzlerin bedeckt. Anlässlich des Antrittsbesuches Bettels in Berlin gab sie an, sie hege zwar Sympathien für Juncker, die Entscheidung werde jedoch im März in Irland gefällt. Und selbst Bettel gab bekannt, seine Regierung unterstütze zwar Junckers Kandidatur als Kommissionspräsident, doch sollte er in dieser Funktion nicht von seiner politischen Familie bestätigt werden, würde die Luxemburger Regierung ein Kommissionsmitglied aus den eigenen Reihen bestimmen. Dann wäre die Zeit freilich reif für einen Königsmord innerhalb der CSV.
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