(lm) – Reenert, der Fuchs aus Michel Rodanges Epos, musste vor seinen Feinden in der Festung Malpartes Schutz suchen. FüchsInnen des Jahres 2015 haben’s besser: Der Staatssekretär im Umweltministerium Camille Gira hat ein flächendeckendes Verbot der Fuchsjagd verfügt. Im Vorfeld hatten die Jäger vor der Gefahr durch Tollwut und den Fuchsbandwurm gewarnt. Das Verschlucken der Eier dieses Parasiten verursache beim Menschen eine Infektion, die jedes Jahr für 20 bis 30 Personen in Europa tödlich endet. Bei der Vorstellung der neuen Jagdverordnung am 22. Januar griff Gira diese Warnung auf – und stellte besagten 20 bis 30 Personen die 350 Millionen gegenüber, die in Europa leben. Das Risiko sei also ein rein theoretisches: „Es kann einem auch ein Dachziegel auf den Kopf fallen, während man durch die Groussgaass schlendert.” Folge man der Logik der Jäger, dann müsse man auch alle Hunde und Katzen abschießen, denn diese könnten ebenfalls den Parasiten auf den Menschen übertragen. Die neue Jagdverordnung beinhaltet auch Bestimmungen zur Beschilderung bei Treibjagden, die zwei Wochen im voraus angemeldet werden müssen. Endlich – ist man versucht zu sagen. Es sei angemerkt, dass die Jägerföderation diesen Punkt nicht kritisierte.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

