Über den ehemaligen chinesischen Leader Mao Zedong wird gerne gesagt, sein Wirken sei zu 30 Prozent negativ und zu 70 Prozent positiv gewesen. Wie dem auch sei, zu den positiven Anteilen wird künftig sein Einsatz für die Entwicklung eines Malaria-Medikaments auf natürlicher Basis hinzugerechnet werden. Einen Medizin-Nobelpreis allerdings bekommt Mao dafür nicht. Der geht an die chinesische Forscherin Tu Youyou, die, so heißt es, die entscheidende Entdeckung gemacht hat. Angefangen hat die Geschichte während des Vietnamkriegs, als beide Seiten unter den resistent gewordenen Malaria-Erregern litten. Die Nordvietnamesen, wendeten sich an Mao, der seine Forscher mit der Entwicklung eines neuen Medikaments beauftragte. Unter den schwierigen Bedingungen der Kulturrevolution, während der viele Akademiker als Klassenfeinde verfolgt wurden, wurden Tu und ihre Mitarbeiter, auf ein Mittel aus der traditionellen chinesischen Medizin aufmerksam: den Einjährigen Beifuß. Es gelang ihnen, den Wirkstoff zu isolieren. Nach und nach etablierte sich das Medikament und gilt heute als wirksamer als das seinerzeit von den USA entwickelte Mittel. Mittlerweile entwickeln die Malaria-Erreger allerdings auch eine Resistenz gegen diese Medikamente. Es darf also wieder geforscht werden – für den nächsten Malaria-Nobelpreis.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

