Toxische Stummel

von | 17.10.2019

Der Abgeordnete Marc Goergen (Piraten) hakte in einer parlamentarischen Anfrage an die Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi Gréng) nach, was die Regierung gegen die Umweltverschmutzung durch Zigarettenstummel unternehme. Neben Sensibilisierungskampagnen gegen Littering sieht das Umweltministerium zwei konkrete Maßnahmen vor. Zum einen werden Zigarettenstummel als gefährlicher Abfall klassifiziert, was besondere Abfallverordnungen mit sich bringt. Zum anderen will das Ministerium bis 2023 ein Verantwortungssystem für Tabakwaren produzierende Firmen mit Filtern aufbauen. Die Produzent*innen sollen dann für die Säuberung, die Entsorgung der Stummel und das Aufstellen von Sammelbehältern im öffentlichen Raum aufkommen. Weitere Verpflichtungen seien denkbar, schreibt Dieschbourg. In Luxemburg wurden letztes Jahr drei Milliarden Zigaretten verkauft, wovon lediglich 20 Prozent in Luxemburg verglühten. Hierzulande fallen jährlich rund 132 Tonnen Zigarettenstummel an, schätzungsweise werden bis zu zwei Drittel davon „gelittert“. Bei ihrer Zersetzung, die bis zu fünf Jahre dauern kann, gelangen umweltschädliche Substanzen in Natur und Ernährungskette.

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