Best of 2010er: TV- und Streaming-Serien (3/3)

von | 02.01.2020

Anlässlich des Endes der 2010er-Jahre wirft die woxx einen Blick zurück auf die besten TV- und Streaming-Serien. Im Folgenden der dritte Teil unseres Best-ofs.

Zur Erinnerung noch mal die Kriterien, nach denen die Liste erstellt wurde: Es wurden einzig fiktionale Serien berücksichtigt, die nach dem 31. Dezember 2009 angelaufen sind und bei denen es sich nicht um eine Mini-Serie handelt. Auf eine Hitparade wurde bewusst verzichtet, je nach Tageslaune würde diese wahrscheinlich sehr unterschiedlich ausfallen.

Atlanta (2016- )

© FX

Mit schier unerschöpflicher Kreativität vermittelt Autor, Regisseur, Schauspieler und Musiker Donald Glover die von Rassimus geprägte Lebensrealität seiner in Atlanta lebenden Hauptfiguren. In dieser Serie, in der jede Folge ein für sich stehender Kurzfilm sein könnte, kommen Klischees einzig vor, um anschließend dekonstruiert zu werden. Dennoch ist die Serie weit davon entfernt, moralisierend zu sein. Meist ist sie lustig, teils surrealistisch und durchgängig fesselnd. Mit „Atlanta“ zeigt Glover uns Figuren, wie wir sie in Serien noch nie zuvor zu sehen bekommen haben.

 

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Big Little Lies (2017- )

© HBO

Nuancierte Darstellungen häuslicher und sexualisierter Gewalt sind äußerst selten. „Big Little Lies“ stellt nicht nur eine der wenigen Ausnahmen dar, sondern untersucht die Problematik zudem aus mehreren Blickwinkeln: Was sind die spezifischen Dynamiken einer gewaltvollen Beziehungen? Was können die Langzeitfolgen sein? Wie damit umgehen, wenn es sich bei einem Gewalttäter um einen geliebten Menschen handelt? „Big Little Lies“ liefert komplexe Erklärungsansätze für diese Fragen und ist gleichzeitig eine so unterhaltsame wie wunderschön anzusehende Geschichte über Freundschaft und Privilegien.

Lesen Sie hier unsere ausführliche Rezension.

Auf Sky Go.

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The Handmaid’s Tale (2017- )

© Hulu

Wie sähe eine Welt aus, in der Frauen und queere Menschen über keinerlei Macht verfügten? Und was, wenn das in den heutigen USA so wäre? Mit dieser so beängstigenden wie auch vielversprechenden Prämisse, wurde Margaret Atwoods Klassiker vor zwei Jahren zu einer Serie verarbeitet. Die wunderschön anzusehene Serie liefert eine beklemmende Erinnerung daran, dass die Errungenschaft der Frauen- und LGBTIQ-Bewegung keineswegs für selbstverständlich genommen werden sollten.

Lesen Sie hier unsere ausführliche Rezension.

 

Auf MagentaTV und Joyn.

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Fleabag (2016 – 2019)

© Amazon

Mit ihrem Fokus auf Dating, dysfunktionalen Familien und Vergangenheitsverdrängung mag „Fleabag“ thematisch gesehen wenig Neues zu bieten haben. Dank der Umsetzung der britischen Autorin und Schaupielerin Phoebe Waller-Bridge ist die Serie dennoch eine der Originellsten des Jahrzehnts. Clevere Dialoge, messerscharfer Humor und eine brillante Besetzung machen einen Großteil des Reizes aus. Das Sahnehäubchen ist die Art und Weise wie Waller-Bridge das Durchbrechen der vierten Wand zur Charakterisierung ihrer Protagonistin einsetzt.

 

Auf Amazon Prime.

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Ebenfalls empfehlenswert:

Dear White People
Fargo
You’re the worst
Veep
One Mississippi
Master of None
Casual
Black Mirror
Succession
Mom
Looking
Big Mouth
Hannibal

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