Gitarren-Pop?: Evan Dando

von | 28.03.2003

Baby I’m Bored

Welcome back!

(ik) – „Fuck George W. Bush!“ Seine Ablehnung gegen den Irakkrieg hat Ex-Lemonhead-Sänger Evan Dando MTV gegenüber bereits unmissverständlich klar gemacht. Sein neues Album Baby I’m Bored läuft sich nach siebenjähriger Abwesenheit jedoch recht ruhig an. Irgendwo zwischen Gitarren-Pop oder Indie mit einer Prise Country gewürzt, bewegen sich die zwölf Songs, welche die in Boston geborene Skandalnudel – einst neben Kurt Cobain einer der ganz großen Songwriter in den USA – gemeinsam mit Musikerkollegen von Giant Sand und Calexico eingespielt hat.
Die Zeiten, in denen Dando vor lauter Drogen keine Interviews geben konnte, sind vorbei. Der „Brad Pitt“ mit Gitarre, wie die alternative Musikpresse den gut aussehenden Musiker einmal lästernd nannte, hat dem exzessiven Leben offenbar abgeschworen. Darauf deuten Songs wie das wunderbar selbstironische „Why do you do this to yourself?“ oder das nachdenkliche „All my life“ hin. Seiner Stimme hat die ganze Sause übrigens nicht geschadet: Die klingt so herrlich weich und easy wie eh und je.

Evan Dando „Baby I’m Bored“, 2002 Setana Records

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