Jazz: John Taylor

von | 18.07.2003

Rosselyn

(jitz) – Le pianiste anglais John Taylor cultive l’art de l’équilibre musical instable. Son dernier CD, produit par le label ECM, ne comporte que de la musique aux pulsations lentes et à la dynamique plutôt douce. Mais cette sérénité apparente est bien trompeuse: les mélodies sont à peine saisissables, les phrases se développent sans début ni fin apparentes, et les tensions harmoniques ne trouvent que rarement la résolution que l’on attend en toute logique. Le contrebassiste Marc Johnson, avec ses contrepoints inhabituels, et le batteur Joey Barron, qui fait résonner ses cymbales et peaux sans coups secs, soutiennent à merveille cette philosophie musicale de l’alerte tranquille. Ni brume, ni soleil, mi-déroutante, mi-rassurante, la musique de ce CD, sorti au printemps, accompagnera à merveille les mélancolies générées par les prochaines grisailles automnales.

John Taylor. „Rosselyn“, ECM 1751

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Willis Tipps: Juni 2026

Mali-Pop Fatoumata Diawara wurde in der Elfenbeinküste geboren und früh von ihren malischen Eltern zu einer Tante nach Bamako, Mali geschickt. Bei dieser wuchs sie auf, bis sie mit 18 nach Paris auswanderte, um sich zur Schauspielerin ausbilden zu lassen. Ihre Filmkarriere startete dementsprechend früher als ihre Musikkarriere: Seit 1996...

KULTURTIPP

Expotipp: Et leeft

Die Periode im Porträt: Die Ausstellung „Et leeft“ im Lëtzebuerg City Museum widmet sich mit der Menstruation einem Thema, mit dem wohl jede*r direkt oder indirekt im Laufe seines*ihres Lebens in Berührung kommt. Gewitzt, lehrreich und differenziert ist diese Schau, die über die Geschichte der Menstruationsartikel und biologische Abläufe...

KULTURTIPP

Spieletipp: Blue Prince

Protagonist Simon kann das Erbe einer großen Villa erst dann antreten, wenn er den geheimen Raum Nummer 46 findet. Erschwert wird das dadurch, dass sich der Grundriss des Hauses jeden Tag ändert. Als Spieler*in kann man an jeder Tür aus drei Räumen einen auswählen, sodass bei jedem neuen Versuch ein komplett anderes Haus entsteht, das andere...

KULTURTIPP

Buchtipp: Anstalten

In „Anstalten“, Timo Brandts Nachfolgeroman zu „Oder die Löwengrube“ (woxx 1838), muss die Protagonistin Lynn wieder hinabsteigen: diesmal nicht ins sinnbildliche Tiefland ihrer endenden Beziehung, sondern in eine psychiatrische Einrichtung, die in einem Tal äußerst skurrile Zeitgenoss*innen beherbergt. Im Gespräch mit diesen entfaltet sich...