FOLK: Andrew Bird: The Mysterious Production of Eggs

von | 25.03.2005

Andrew Bird, The Mysterious Production of Eggs, Fargo Records, 2005.

„Nicht so üppig wie Rufus Wainwright, nicht so zerbrechlich und depressiv wie Elliott Smith, nicht so sparsam wie Jack Johnson und nicht so tot wie Jeff Buckley“, schrieb ein Kritiker auf Amazon.de über Andrew Birds CD „The Mysterious Production of Eggs“. Damit wäre alles gesagt und doch nichts verraten. Eins ist sicher: Bird ist ein ganz Großer, einer von den Songwritern, die einfachste Melodien in atemberaubende Songs verwandeln und dabei nie abgegriffen klingen. Seine Stimme ist kantig genug, damit die ZuhörerInnen aufhorchen. Trotz tieftrauriger Lyrik darf hin und wieder gegrinst werden. Darüber hinaus ist Bird auch noch so etwas wie ein musikalisches Genie, spielt fast alle Instrumente selbst und hat sich zu dem sehr anspruchsvolle Streicherarrangements ausgedacht, die Titel wie „Fake Palindromes“ besonders adeln. Ein bisschen Zeit ist nötig, bis die Musik ins Ohr geht, aber wer sich auf dieses Album einlässt, für den/die gibt’s zum Dank ganz viel zu entdecken.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPPLITERATUR

Buchtipp: Orca

Cora besuchte ein Elitegymnasium und träumte von einem Studium in Oxford. Jetzt arbeitet sie an der Fleischtheke in einem Supermarkt. Wie es dazu gekommen ist, erfahren die Leser*innen von Franziska Gänslers drittem Roman „Orca“ erst allmählich.

KULTURTIPPLITERATUR

Roman : Léa ou la théorie des systèmes complexes

La forme du texte – des colonnes de phrases courtes, mais denses en informations – peut d’abord dérouter. C’est pourtant à ce rythme saccadé que Ian De Toffoli nous entraîne dans deux histoires qui s’entrecroisent : celle de Léa, jeune femme née à Luxembourg qui, prenant soudainement conscience de l’urgence écologique, en vient à se radicaliser contre Koch Industries, et celle de l’entreprise, dont la naissance et l’expansion nous sont contées en parallèle.

KULTURTIPP

Buchtipp: Die zweitgrößte Liebe

Henry und Michelle lernen sich kennen, verbringen unbeschwerte Tage und Nächte in Michelles Einzimmerwohnung, schwimmen im See und verlieben sich. In „Die zweitgrößte Liebe“ stellt Ruth-Maria Thomas die Frage, ob Liebe jedoch ausreicht, damit zwei Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten sich gleichberechtigt begegnen und ein...

KULTURTIPP

Willis Tipps: Oktober 2026

Glanz iranischer Frauenstimmen Quasi im Alleingang haben die beiden Schwestern Mahsa und Marjan Vahdat seit mehr als 20 Jahren den Gesang iranischer Frauen auf dem Globus bekannt gemacht. Wegen der repressiven und besonders frauenverachtenden Politik des Mullah-Regimes, das in Iran sogar Sologesang von Frauen verbietet, mussten beide ins...